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Zerspanung Tigerstaat Taiwan setzt zum nächsten Sprung an

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Taiwan nimmt Anlauf zum Sprung auf Platz drei der weltweit größten Lieferanten von Werkzeugmaschinen. Die Dynamik kommt vom Ausbau des Portfolios, aber auch vom Freihandelsabkommen mit China. Auf der Messe Timtos 2011 wird sich beides widerspiegeln.

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Mit der Erweiterung des Portfolios auf Fünf-Achs-Bearbeitungszentren wollen taiwanesische Hersteller auf dem Weltmarkt das hochwertige Maschinensegment besser besetzen. (Bild: Victor)
Mit der Erweiterung des Portfolios auf Fünf-Achs-Bearbeitungszentren wollen taiwanesische Hersteller auf dem Weltmarkt das hochwertige Maschinensegment besser besetzen. (Bild: Victor)

Wo der Name Toyoda draufsteht, kann eine Werkzeugmaschine des taiwanesischen Herstellers Wele drin sein. In Europa und Amerika werden Entwicklungen der Wele Mechatronic Co., LTD. unter der Marke des japanischen Maschinenherstellers verkauft. Seit dem Einstieg der JTEKT Group vor zwei Jahren ist das der Fall.

Seitdem hält die Toyoda-Mutter 40% Anteil an dem noch jungen Maschinenhersteller in Hsin-Chu County, der historisch mit Taiwans führendem Forschungsinstitut ITRI (Industrial Technology Research Institute) verwurzelt ist.

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Beide Verbindungen offenbaren wichtige Bestrebungen im taiwanesischen Werkzeugmaschinenbau. Technisch geht es darum, im hochwertigen Maschinensegment wettbewerbsfähiger zu werden – und wirtschaftlich um die Sicherung und Erweiterung der Vertriebskanäle weltweit.

Bisher wird eher die "Basisklasse" bedient

Für die taiwanesischen Maschinenhersteller ist das lebensnotwendig. Ihr Wachstum hängt vor allem von der Nachfrage im Ausland ab. Dazu muss die Branche auf dem Weltmarkt eine gewichtige Rolle spielen. Das bedingt, dass sie in Zukunft das Maschinensegment der führenden deutschen und japanischen Hersteller besser besetzt.

Derzeit werden in Taiwan die unteren 50% des japanischen Maschinenspektrums abgedeckt. Bei deutschen Werkzeugmaschinen sind es die unteren 10 bis 20%. Weitere Abdeckungen werden angegangen. „Wir lernen mit hoher Geschwindigkeit“, sagt Chen-Chin Wang, Präsident des taiwanesischen Maschinenbauverbands Tami in Taipeh.

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