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Schleifsysteme auf der EMO Hannover 2019

Tiroler Glitzersteinpioniere zeigen ihr Schleif-Know-how

| Redakteur: Peter Königsreuther

Tyrolit legt in der kommenden EMO-Hannover-Ausgabe den Schwerpunkt auf die digitale Unterstützung von Schleifprozessen. Unter anderem mit Toolscope, das jetzt einen Zerspanungsvolumen-Monitor für die Schleifscheiben-Echtzeitkontrolle beinhaltet. Halle 11 am Stand D06.
Tyrolit legt in der kommenden EMO-Hannover-Ausgabe den Schwerpunkt auf die digitale Unterstützung von Schleifprozessen. Unter anderem mit Toolscope, das jetzt einen Zerspanungsvolumen-Monitor für die Schleifscheiben-Echtzeitkontrolle beinhaltet. Halle 11 am Stand D06. (Bild: Tyrolit)

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Jeder kennt Swarovski-Steine, die das Spektrum des Regenbogens in nicht weniger glänzende Augen streuen. Tyrolit zeigt in Halle 11 am Stand D06 die daraus abgeleitete Schleifexpertise, die auch den Zerspaner freut.

Mit dem Ziel Diamanten für jedermann zu kreieren, legte Daniel Swarovski 1895 den Grundstein für sein Kristallimperium in Wattens (Österreich). Durch die eigene Herstellung der zur Bearbeitung von Glasschmuck notwendigen Werkzeuge eignete sich Swarovski dabei ein umfassendes Know-how im Bereich präziser Schleifanwendungen an, was im Jahr 1919 zur Gründung des eigenständigen Unternehmens Tyrolit führte. Heute ist man betonter Maßen auch in Sachen Industrie 4.0 vorne mit dabei.

Die digitale Unterstützung bei smarten Prozessen

Bereits im letzten Jahr hat Tyrolit sein „Navigationssystem für Schleifwerkzeuge“ vorgestellt und damit den Grundstein für eine langfristige Strategie zur Digitalisierung von Fertigungsprozessen bei der Oberflächenbearbeitung gelegt, wie man erfahren darf. Mit zahlreichen neuen Applikationen habe man die Funktionsweise von Toolscope nun erheblich erweitert: Der Zerspanvolumen-Monitor (TS-MRM) misst beispielsweise, wann sich eine Schleifscheibe in Kontakt mit dem Bauteil befindet und dokumentiert respektive überwacht das zerspante Volumen in Echtzeit, heißt es. Auch die App für das adaptive Abrichten (TS-AD) wurde verbessert und erlaubt nun das „Abrichten, wenn es nötig ist“, erläutern die Tiroler Experten.

Immer wissen, wie's beim Schleifen „app-geht“

Ebenfalls umfassend erweitert wurde die kostenlose „Apprasive Smartphone App“ für Android und iPhone. Ergänzt hat Tyrolit das System durch eine frei zugängliche Formelsammlung zur Berechnung von Schleif-, Trenn- und Abrichtprozessen. Mit dem „Prozess Calculator“ ließen sich außerdem wichtige Parameter wie Drehzahlen, Umfangsgeschwindigkeiten, Vorschübe, Geschwindigkeitsverhältnisse, Überdeckungsgrade sowie diverse Leistungsfaktoren in Echtzeit berechnen.

Kleine Wafergeometrien präzise bearbeiten

Auch im vergangenen Jahr, hat Tyrolit mit einem der Marktführer zur Herstellung von Schleifwerkzeugen für die Elektronikindustrie, der japanischen Asahi-Diamond-Group, eine strategische Partnerschaft begründet um den Halbleitermarkt in Europa besser zu bedienen. Die Centuria-E ist das erste Produkt, das auf Basis der gemeinsamen Entwicklungsanstrengungen aus der Taufe gehoben wurde. Die Möglichkeit der Bearbeitung von Wafergeometrien unter 100 µm, eine signifikante Verbesserung in puncto Werkzeugfestigkeit und Zykluszeiten sowie eine Steigerung der Oberflächenqualität machten die Centuria-E zu einem attraktiven Werkzeug für den Einsatz für die genannte Zielbranche.

Mit Naturfasern und Materialeffizienz zum Leichtbauschleifen

Mit der Erweiterung der Produktlinie Genis 2 setzt Tyrolit den Trend zu Leichtbau-Trägerkörpern im Schleifsektor konsequent fort und sorgt gleichzeitig für neue Maßstäbe beim Außenrundschleifen mit keramisch gebundenen CBN-Werkzeugen, heißt es. Deutliche Gewichtseinsparungen konnten etwa bei der Genis 2 LW durch die gezielte Materialreduktion im Trägerkörper erreicht werden. Bei der Genis 2 N-LW sind Naturfasern als Verstärkung die Lösung, die auch noch für ein ausgezeichnetes Dämpfungsverhalten sorgen, wie Tyrolit erklärt. Die neuen Genis-2-Werkzeuge seien außerdem günstiger als vergleichbare Werkzeuge mit CFK-Trägerkörper (Carbonfaserverstärkung). Auch könnten sie mehrfach wiederbelegt werden.

Damit Motoren Maximales leisten

Mit der Produktlinie Centuria SM-G bietet Tyrolit eine wirtschaftliche Schleiflösung zum Bearbeiten der Planflächen von Motorblöcken und Zylinderköpfen. Oberflächenfehler in weichen Aluminiumlegierungen lassen sich durch einen optimierten Spanabtransport vollständig vermeiden. Ein neuartiges und patentiertes Scheibendesign sorgt zudem für einen stabilen Fertigungsprozess mit deutlich reduziertem Ausschuss. Das äußerst flexible Schleifwerkzeug ist für die Verwendung in allen gängigen Bearbeitungszentren ausgelegt und in zahlreichen Spezifikationen erhältlich.

Technisch optimierte Honringe für Verzahnungen

Die Bearbeitung von Zahnrädern stellt komplexe Anforderungen an die Qualität der verwendeten Werkzeuge. Mehr als 25 Jahre Erfahrung im Verzahnungshonen machen Tyrolit, wie es heißt, zum Markt- und Technologieführer in diesem Bereich. Mit der Erweiterung des bestehenden Mira-REX-Produktsortiments um die Mira REX Vtec ist es gelungen, technisch optimierte Honringe für den Einsatz mit dem VSD-Abrichtsystem zu entwickeln.

HSS-Werkzeuge: Wie Phönix aus der Asche

HSS-Werkzeuge erleben aktuell eine Renaissance. Mit der Produktlinie Startec ICE steht ab sofort eine neue Generation von Hochleistungs-Schleifscheiben zum Nutenschleifen in HSS-Werkzeuge zur Verfügung. Die Verwendung innovativer Schleifmittel und ein neuartiges Bindungssysteme führen zu signifikant höheren Abtragsraten bei zugleich geringerem Scheibenverschleiß. Die bewährte ICE-Technologie sorgt außerdem für eine deutlich reduzierte thermische Belastung am Werkstück.

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