Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Antriebstechnik

Torquemotor wird mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die modernen Torquemotoren von Johannes (l.) und Bernhard Oswald – hier schauen sie durch einen gewickelten Stator – verringern den Energieverbrauch um bis zu 50 %, der Einsatz von Getriebeöl fällt weg und die Maschinen werden leichter. Dafür hat sie der DBU geehrt.
Die modernen Torquemotoren von Johannes (l.) und Bernhard Oswald – hier schauen sie durch einen gewickelten Stator – verringern den Energieverbrauch um bis zu 50 %, der Einsatz von Getriebeöl fällt weg und die Maschinen werden leichter. Dafür hat sie der DBU geehrt. (Bild: © Jens Kortus Fotografie Miltenberg)

Die Unternehmer Bernhard und Johannes Oswald erhalten für ihren Torquemotor als „Revolution in der Antriebstechnik“ den Deutschen Umweltpreis. Außerdem ehrt die Stiftung ein Naturschützer-Trio, das die ehemalige innerdeutsche Grenze in ein gigantisches Naturschutzgebiet verwandelte.

Der Deutsche Umweltpreis ehrt dieses Jahr die Naturschützer Inge Sielmann, Kai Frobel und Hubert Weiger, die das größte deutsche Naturschutzprojekt auf die Beine stellten: das „Grüne Band“ entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Außerdem würdigt die Deutsche Bundesstiftung für Umwelt (DBU) die Unternehmer Bernhard und Johannes Oswald für die Entwicklung eines besonders energiesparenden Elektromotors, der laut der Stiftung eine Revolution für die Antriebstechnik bedeuten könnte.

Torquemotoren verringern Energieverbrauch um bis zu 50 %

Der mit 500.000 Euro dotierte Umweltpreis gilt als größte unabhängige Umweltauszeichnung Europas. Das Familienunternehmen Oswald wurde für seine Entwicklung von Torquemotoren gewürdigt. Die beiden Unternehmer Bernhard und Johannes Oswald konnten durch die Entwicklung die Energieeffizienz und Produktivität von Anlagen wie beispielsweise industriellen Zerkleinerern und Pressen deutlich erhöhen.

Ihre Torquemotoren verringern laut eigenen Angaben gegenüber anderen mechanischen oder hydraulischen Antriebslösungen den Energieverbrauch um bis zu 50 %. Bei den Direktantrieben fällt zudem der Einsatz von Getriebeöl weg, da kein Getriebe eingesetzt wird. Die Maschinen werden leichter, benötigen weniger Platz, kosten weniger und sind leiser. Der stellvertretende DBU-Generalsekretär spricht von einer „Revolution in der Antriebstechnik“.

Torquemotor muss individuell angepasst werden

Damit verfügten sie über viele Vorteile gegenüber den am häufigsten in industriellen Anlagen eingesetzten Elektromotoren wie dem Asynchronmotor (ASM). Der gelte als „Arbeitspferd“ der elektrischen Antriebstechnik, habe aber den Nachteil, dass er typischerweise ein Getriebe oder Riemen benötigt, um die von Arbeitsmaschinen geforderten Drehmomente bereitzustellen.

Allerdings müssen Torqueantriebe in der industriellen Anwendung auf die kundenspezifischen Anforderungen hin maßgeschneidert werden.Torquemotoren haben an sich sehr gute Wirkungsgrade – ihre unschlagbare Effizienz im Vergleich mit herkömmlichen Antriebssystemen kann aber erst bei einer optimierten Systemintegration erreicht werden.

Das „Grüne Band“ als Wanderkorridor für Wildtiere

Das Naturschutzprojekt „Grünes Band“ hat des einstigen Todesstreifen der innerdeutschen Grenze in einen rund 1400 km langen Zufluchtsort für die Pflanzen- und Tierwelt verwandelt. Dafür würdigte der DBU das Naturschutz-Trio Inge Sielmann, Kai Frobel und Hubert Weiger.

Kai Frobel ist der Initiator des „Grünen Bandes“. Schon lange vor dem Mauerfall legte er die Basis für das erste und größte gesamtdeutsche Naturschutzprojekt. Denn schon zu DDR-Zeiten bot der Grenzstreifen verschiedenen Arten wie der Wildkatze besonderen Schutz. Hubert Weiger hat die Vision des Projektes über die Grenzen von Deutschland hinaus gedacht und die Idee eines Grünen Bandes Europa entwickelt. Heute durchzieht das über 12.500 km lange Grüne Band ganz Europa vom Eismeer in Norwegen bis zum Schwarzen Meer in der Türkei. Inge Sielmann setzt vor allem das Werk ihres verstorbenen Mannes Heinz Sielmann fort, der 2005 mit dem DBU-Ehrenpreis ausgezeichnet wurde.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44982036 / Antriebstechnik )

Themen-Newsletter Konstruktion abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Der zerspanende Roboter auf dem Prüfstand

Zerspanende Roboter

Der zerspanende Roboter auf dem Prüfstand

07.12.18 - Sie sind günstiger geworden, genauer und auch steifer. Roboter bieten bereits jetzt in gewissen Industriebereichen gute Einsatzmöglichkeiten, so auch in der Zerspanung. Auf dem Technologietag „Zerspanen mit Robotern“ diskutieren Industrie und Forschung im Zweijahresrhythmus über die Entwicklung auf diesem Gebiet. lesen

Cobots machen 3D-Druck konkurrenzfähig

Additive Fertigung trifft Robotik

Cobots machen 3D-Druck konkurrenzfähig

06.12.18 - Voodoo Manufacturing betreibt inmitten von Brooklyn eine 1700 m2 große 3D-Drucker-Farm mit über 160 Geräten. Um noch effizienter zu werden, übernimmt ein mobiler, kollaborativer Roboter von Universal Robots das Be- und Entladen der Druckplatten. lesen

Elektrochemische Metallbearbeitungs-Revolution

Elektrochemische Metallbearbeitungs-Revolution

11.12.18 - Bei Emag ECM in Gaildorf spielte im November die ECM die Technologietag-Hauptrolle. ECM heißt elektrochemische Metallbearbeitung und punktet bei der Herstellung komplexer Bauteile aus schwer zerspanbaren Werkstoffen für viele Schlüsselbranchen. lesen