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Tragkonsolen Tragkonsolen für den schnellen Werkzeugwechsel an Pressen

| Redakteur: Carmen Kural

Wenn an Pressen große und schwere Werkzeuge gewechselt werden müssen, bieten sich Tragkonsolen als komfortable Handlinghilfe an. Roemheld startet nun mit einem umfangreichen Sortiment und verkürzten Lieferzeiten eine Produktoffensive.

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Eingehängte, verschiebbare Tragkonsolen.
Eingehängte, verschiebbare Tragkonsolen.
(Bild: ROEMHELD )

Die Tragkonsolen erleichtern das Einschieben von Werkzeugen, die per Kran oder Gabelstapler auf den Konsolen platziert werden. Wie Roemheld mitteilt, umfasst das Angebot gestützte Versionen mit und ohne Antrieb für Traglasten bis zu 25 t, hängende und schwenkbare Varianten für beengte Räumlichkeiten sowie eine automatisierbare Wechselstation für Werkzeuge mit einem Gesamtgewicht bis zu 32 Tonnen.

Bei dieser werde das neue Werkzeug mit einer linearen Bewegung auf den Pressentisch bewegt, dabei schiebt es seinen Vorgänger gleichzeitig nach hinten aus der Maschine hinaus. Durch den schnellen Austausch und die komfortable Handhabung ließen sich die Rüstzeiten bei hohen Werkzeuggewichten oft deutlich verkürzen.

Darüber hinaus realisiere das Unternehmen kundenspezifische Versionen, beispielsweise für besonders große Lasten, mit individuellen Auflagelängen oder als verschiebbare Varianten. Diese Sonderausführungen lassen sich äußert flexibel gestalten und auf beliebige Anwendungsfälle in der Fertigung anpassen, wie es heißt.

Passend zu den Tragkonsolen werden auch Rollen- und Kugelleisten angeboten, mit deren Hilfe das Werkzeug auf den Pressentisch gerollt werden kann. Eine Reihe von Transportwagen für mittlere bis schwere Lasten ergänzt das Angebot der Werkzeugwechseltechnik.

Montierbare Tragkonsolen werden paarweise in separat befestigten Aufnahmehaken an der Wechselseite der Presse eingehängt. Dadurch lassen sie sich rasch demontieren und an anderen Maschinen verwenden, heißt es weiter. Sie sollen sich gleichermaßen für die Erstausstattung wie auch zum Nachrüsten eignen und könnten den Zeit- und Kraftaufwand beim Werkzeugwechsel merklich reduzieren.

Über hochfeste, gehärtete Nadellager gleite das Werkzeug in die Presse, bei Bedarf mit Antriebsunterstützung. Eine schlagunempfindliche Beschichtung trage zur Robustheit der Konsolen bei. Traglasten bis zu 250 kN werden mit dem Standard-Produktportfolio abgedeckt, Auflagelängen von 500 bis 3500 mm seien möglich.

Schwenkbare Modelle würden sich anbieten, wenn vor der Presse wenig Platz und ein häufiges Aushängen der Konsolen nicht gewünscht sei. Diese würden im Gegensatz zu den anderen Versionen fest am Pressentisch montiert und ließen sich bei Bedarf an die Tischkante klappen. Die maximal mögliche Traglast beträgt hier 60 kN, so Roemheld.

Bei Gewichten bis 25 t oder bei großen Werkzeugbreiten sorgen Stützfüße für zusätzliche Stabilität der Konsolen. Diese seien um ± 60 mm in der Höhe verstellbar, sodass Unebenheiten im Boden ausgeglichen werden könnten. Das Einschieben erleichtere ein zusätzlicher elektrischer Antrieb. Eine kostengünstige Alternative hierzu bilde die Kombination aus Handkurbel und Übersetzungsgetriebe. Sie könne bei Werkzeuggewichten bis 6 t eingesetzt werden.

Sollte ein zusätzlicher elektrischer Zug-Schubantrieb gewählt werden, ließe sich das Einfahren und Positionieren des Werkzeugs auch automatisieren. Laut Roemheld wird dazu die Konsole mit Rollen- oder Kugelleisten im Tisch kombiniert und eine entsprechende Einbindung in die Pressensteuerung geschaffen.

Außerdem werden auch Komplettlösungen für das Spannen und Wechseln von Werkzeugen am Pressentisch realisiert. Hierfür kann die Unternehmensgruppe eigenen Angaben zufolge auf ein umfangreiches Sortiment an hydraulischen Spannelementen und modular aufgebauten Hydraulikaggregaten zurückgreifen.

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