Noch Gegenwind Laser- und Blechbearbeitungsspezialist Trumpf verliert Millionen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Heute war bei Trumpf Tag der Wahrheit in Sachen Unternehmenszahlen. Der Maschinenbauer muss demnach wegen der schwierigen Weltwirtschaft und den Kosten für einen Stellenabbau rote Zahlen schreiben.

Trumpf hat jetzt die aktuellen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024/25 veröffentlicht. Die Vorstandschefin Nicola Leibinger-Kammüller dazu: „Erneute Verluste brachten uns die maue Weltkonjunktur und globale Unsicherheiten – doch es scheint aufwärts zu gehen!“(Bild:  Trumpf)
Trumpf hat jetzt die aktuellen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024/25 veröffentlicht. Die Vorstandschefin Nicola Leibinger-Kammüller dazu: „Erneute Verluste brachten uns die maue Weltkonjunktur und globale Unsicherheiten – doch es scheint aufwärts zu gehen!“
(Bild: Trumpf)

Das Geschäftsjahr von Trumpf dauert von Juli bis Ende Juni des Folgejahres. Das Trumpf-Ergebnis nach Steuern lag im Geschäftsjahr 2024/25 bei minus 23,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Ditzingen bei Stuttgart jetzt mitteilen musste. Im Vorjahr blieben den Schwaben unter dem Strich noch 392,8 Millionen Euro. Trumpf ist bekannt für seine Werkzeugmaschinen zur Blechumformung und zum Stanzen sowie sicher nicht zuletzt für seine Laserschneid-, -schweiß- und -strukturiermaschinen. Letztere liefert es unter anderem an Industriebetriebe aus der Halbleiterbranche. Neuerdings stellt das Unternehmen seine auch Technologien auch für die Rüstungsindustrie zur Verfügung, wobei das Laser-Know-how etwa zur Drohnenabwehr genutzt werden kann. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel auf 59 Millionen Euro und lag somit 442 Millionen Euro (oder 88,2 Prozent) unter dem Vorjahresergebnis. Um die ergriffenen Strukturmaßnahmen bereinigt, lag das Ebit demnach bei 230 Millionen Euro. Der Umsatz des Unternehmens war – wie bereits bekannt – im letzten Geschäftsjahr wegen der schwachen Nachfrage deutlich

gesunken. Und zwar von 5,2 auf 4,3 Milliarden Euro (-16 Prozent). Die Trumpf-Vorstandschefin Nicola Leibinger-Kammüller kommentierte im Rahmen der Vorlage der Geschäftszahlen: „Die nachlassende Weltkonjunktur und die geopolitischen Unwägbarkeiten führten im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Kunden weltweit zu einer weiter anhaltenden und deutlichen Zurückhaltung bei Neuinvestitionen.“

Bei Trumpf fallen Hunderte von Stellen weg

Die Unternehmerin gab sich aber zuversichtlich, dass die Talsohle alsbald durchschritten ist. Laut Leibinger-Kammüller gibt dazu erste vorsichtige Anzeichen, die auf eine Verbesserung der Lage hindeuten. „So ist unser Auftragseingang seit mehreren Monaten nicht mehr geschrumpft! Er stabilisiert sich auf einem – wenn auch fraglos noch zu niedrigen – Niveau“, merkte die Trumpf-Entscheiderin an. Insgesamt ist ihrer Meinung nach zu erwarten, dass viele Kunden ihren Maschinenpark nach einer langen Periode erneuern werden. Die Dürreperiode in Sachen Konjunktur forderte aber auch Opfer. Trumpf hatte im Frühjahr etwa einen Abbau von 1.000 Stellen weltweit angekündigt. Über 400 davon sind am Stammsitz Ditzingen verortet. Ende Juni waren 18.303 Personen bei Trumpf beschäftigt – gut 700 weniger als ein Jahr zuvor. In Deutschland sank die Beschäftigtenzahl um 1,8 Prozent (auf 9.337 Angestellte). Der angekündigte Stellenabbau werde sich im Wesentlichen aber erst im laufenden Geschäftsjahr in der Mitarbeiterzahl abbilden, wie Leibinger-Kammüller abschließend erklärte.

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