Safety

Überwachung der Umgebung ermöglicht Roboter freies Arbeiten

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Der Patient und das klinische Personal werden so vor Gefährdungen durch den Roboter geschützt. „Im Behandlungsraum eingebaute Einheiten ermöglichen es, Patienten mitsamt der Behandlungsliege vom klinikinternen Transportsystem zu übernehmen“, fährt Buck fort, „lästiges und für geschwächte Patienten sehr anstrengendes Umlagern von zum Beispiel einer Aufnahme im CT-Raum zur Tumorbehandlung im Bestrahlungsraum entfällt.“

Der Patient könne auf dem fahrbaren Krankenhaus-Shuttle liegen oder sogar sitzen bleiben. Dies werde durch das von der BEC entwickelte Sicherheitskonzept, das vor allem in den Shuttles, den Bodeneinheiten und natürlich im Bereich des Roboters zum tragen kommt, ermöglicht.

Die Mensch-Roboter-Kooperation kann aber auch im Bereich der Grundlagenforschung neue Ansätze liefern. Aufbauend auf dem Kuka Robocoaster entwickelte die Buck Engineering & Consulting GmbH in Zusammenarbeit mit einer nahmhaften Forschungseinrichtung einen Simulator für die kognitive Wahrnehmungsforschung.

Safetyeye überwacht Räume dreidimensional

Dabei ermöglichen 3D-Visualisierungssysteme und dynamische Bewegungen den Hirnforschern, neue Erkenntnisse über die Ursachen der Parkinsonerkrankung zu erlangen. „Sichere und ausgereifte Technik gepaart mit Innovationsgeist und der Kreativität, diese Technik unkonventionell einzusetzen, ermöglichen es, auch in diesem Feld Industrietechnik einzusetzen“, freut sich Buck.

Ein bereits mehrfach in der Fertigung eingesetztes System stellt das Unternehmen Pilz, bekannt als Hersteller sicherer Steuerungstechnik, her: das Safetyeye. „Dieses System, das unter einem Gehäuse drei Kameras vereint, ist das erste und bisher einzige sichere Kamerasystem zur dreidimensionalen Raumüberwachung. Dies bedeutet, dass man Strukturen im Raum erkennen und dreidimensional zuordnen kann“, sagt Dr. Rüdiger Frank, Produktmanager bei der Pilz GmbH & Co. KG in Ostfildern. Unterschiedliche Schutzräume ermöglichen differenzierte Aktionen. Dabei lassen sich mithilfe des Softwaretools Safetyeye Configurator virtuelle, dreidimensionale Warn- und Schutzräume innerhalb des Sichtbereichs der Kamera einrichten.

PSS übernimmt Kommunikation zwischen Kamerasystem und Roboter

Weiterhin lassen sich damit entsprechende Aktionen konfigurieren, die erfolgen sollen, wenn das Kamerasystem eine Personen- oder Objektstruktur in einem der definierten Warn- oder Schutzräume erkennt. „Mögliche Aktionen sind zum Beispiel die Abschaltung des Systems, reduzierte Geschwindigkeit des Roboters oder Aktivierung einer Meldeleuchte“, erläutert Frank. Die Kommunikation zwischen Kamerasystem und Roboter übernimmt dabei das programmierbare Steuerungssystem PSS, das die entsprechenden Aktionen durchführt.

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