Geschäftsjahr 2020 Umsatzeinbruch bei Kuka, aber Chinageschäft läuft

Redakteur: Peter Königsreuther

Auch Kuka musste 2020 coronabedingt Federn lassen. Rund 19 % Umsatzverlust war zu verkraften! Nun stabilisiere sich die Finanzlage nicht nur, sondern man erwarte einen Umsatzanstieg. Der hat Gründe.

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Zwar spürte Kuka die Pandemie-Auswirkungen im letzten Jahr deutlich an den Umsatzzahlen, doch sei die Finanzlage nun auf einem guten Weg. Die Nachfrage nach Automatisierungen – also auch Robtern – und der Markt in China sorgten für Aufwind.
Zwar spürte Kuka die Pandemie-Auswirkungen im letzten Jahr deutlich an den Umsatzzahlen, doch sei die Finanzlage nun auf einem guten Weg. Die Nachfrage nach Automatisierungen – also auch Robtern – und der Markt in China sorgten für Aufwind.
(Bild: Kuka)

Kukas Finanzsitation entspannt sich bei einem positiven freien Cash-Flow von rund 37 Mio. Euro. Das Verhältnis von Auftragseingang und Umsatz steige auf 1,08, heißt es weiter. Der Kuka-CEO Peter Mohnen sieht das als gutes Zeichen, denn die Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach Automatisierungsmöglichkeiten kräftig ansteigen lassen. Mohnen betont: „Wir sind auf einer neuen Mission! Denn bis 2030 wollen wir die Automatisierung für alle verfügbar machen!“

Alle Kuka-Bereiche florieren in China

Wie es weiter heißt, konnte sich Kuka trotz aller Fährnisse netto schuldenfrei vom Ausnahmejahr 2020 verabschieden. In Sachen Sicherheitsmaßnahmen und Logistik habe man also richtig und rechtzeitig reagiert, um das Schlimmste abzuwenden. Dazu gehörten auch Einsparungen in den indirekten Bereichen. Um aber für die Zukunft gewappnet zu sein, hat man in Forschung und Entwicklung wiederum knapp 18 Mio. Euro investiert. Das kostet zunächst, zahlt sich aber später aus. Dennoch leicht positiv lavierten sich die Kuka-Segmente Swisslog und Swisslog Healthcare durch die Krise, heißt es weiter.

Sehr gut läuft auch das Business Segment China, dass mit einer Book-to-Bill-Ratio von 1,23 abschneidet (0,23 mehr als 2019). Der Auftragseingang legte um 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Er zählt jetzt 490,4 Mio. Euro. Mohnen erklärt: „Während der Wirtschaftskrise war China der einzige Markt, der ein Wachstum verzeichnen konnte. Denn sowohl die traditionellen Bereichen wie Automotive liefen für uns gut, sondern auch neue Märkte, wie das Gesundheitswesen und die 3C-Industrie“, sagte Peter Mohnen (3C = Computer, Communication und Consumer Elektronic). Kuka erwartet auch 2021 Wachstum in China. Dafür, heißt es weiter, hat man spezifische Entwicklungen, wie die für die Kleinteilmontage und das Handling- sowie für Prüfaufgaben konzipierten KR Scara und neue Kleinrobotertypen, vorangetrieben

Die neue Mission – Robotik und Automatsierung für alle!

Die Corona-Zeit sorgt für eine Forcierung in Sachen Digitalisierung und Automatisierung, was auch neuen Einsatzmöglichkeiten Rückenwind gibt. Dazu zählen etwa das Gesundheitswesen oder der E-Commerce. Das, glaubt Kuka, führt dazu, dass immer mehr Menschen in immer mehr Bereichen des Lebens mit Robotern arbeiten werden. Damit das problemlos klappt, braucht es intuitiv verständliche und einfache Umgangsmöglichkeiten mit den elektromechanischen Kollegen. Da komme nun das Begriff „Mission 2030“ ins Spiel. Mohnen erklärt abschließend: „Mission 2030 heißt, die Robotik für alle verfügbar zu machen, die Akzeptanz zu erhöhen und die Einstiegsschwelle in diese Art der Automatisierung niedriger zu machen.“ Kuka sieht sich als Begleiter und Vorreiter auf diesem Weg, der mit Rat und Tat, sowie mit den entsprechenden technischen Möglichkeiten und Systemen nun bereit steht.

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