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Studie zu Predictive Maintenance

Unternehmen wollen in Instandhaltung investieren

| Redakteur: Beate Christmann

Laut einer Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) will ein Großteil der europäischen Hersteller- und Verkehrsunternehmen seine Aktivitäten in Sachen Instandhaltung in den nächsten zwei Jahren verstärken. Demnach gaben die Befragten an, verstärkt auf digitale Technologien wie das Internet der Dinge und damit Predictive-Maintenance-Lösungen zu setzen.

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Über 230 europäische Unternehmen aus den Branchensegmenten Fertigung sowie Transport hat das Martkanalyse- und Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants in einer Studie zum Thema Predictive Maintenance befragt. Ziel war es, herauszufinden, wie die Befragten die Potenziale der vorausschauenden Instandhaltung hinsichtlich Strategie, Implementierung und Betrieb einstufen und wie sie sich dem Konzept annähern.
Über 230 europäische Unternehmen aus den Branchensegmenten Fertigung sowie Transport hat das Martkanalyse- und Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants in einer Studie zum Thema Predictive Maintenance befragt. Ziel war es, herauszufinden, wie die Befragten die Potenziale der vorausschauenden Instandhaltung hinsichtlich Strategie, Implementierung und Betrieb einstufen und wie sie sich dem Konzept annähern.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Im Rahmen der Studie Digital Industrial Revolution with Predictive Maintenance hat das Marktanalyse- und Beratungsunternehmen Pierre Audion Consultants (PAC) mehr als 230 Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, den nordischen sowie den Benelux-Ländern aus den Branchensegmenten Fertigung sowie Transport zum Thema vorausschauende Instandhaltung befragt. Interviewpartner waren Entscheider aus den IT-Abteilungen und Fachbereichen, die Verantwortung für Predictive Maintenance innehaben.

Unternehmen zeigen sich unzufrieden mit eigenen Wartungsprozessen

„Die Studienergebnisse zeigen deutlich, dass die Unternehmen in Europa hinsichtlich der Effizienz der Instandhaltungsprozesse ihrer Industrieanlagen oder Fahrzeuge nicht allzu zuversichtlich sind. Im Einsatz von Predictive Analytics sehen sie nun die Chance, unnötige Kosten durch ungeplante und plötzliche Ausfälle zu minimieren“, so Dr. Milos Milojevic, Industry Analyst bei PAC. Demnach würden 96 % der Unternehmen ihre Wartungsprozesse als nicht sehr effizient bewerten.

Als zentrale Erkenntnis gibt PAC an, dass 83 % der Befragten vorhaben, Instandhaltungsprozesse neu zu definieren sowie die operative Effizienz zu steigern. Dafür würden sie auf digitale Technologien wie das Internet der Dinge setzen und ihre Investitionen beim Thema Predictive Maintenance, also der vorausschauenden Instandhaltung, erhöhen wollen.

Ziel: Verringerung von Reparatur- und Stillstandszeiten

Die Befragung hätte zudem ergeben, dass die Verringerung der Reparaturzeiten und ungeplanter Ausfälle als eines der Hauptziele von Predictive-Maintenance-Projekten betrachtet wird (91 % der befragten Unternehmen). 86 % hätten angegeben, betagten Betriebsmitteln zu neuem Schwung verhelfen zu wollen, während 70 % eine verbesserte Kundenzufriedenheit anstrebten.

Knapp über die Hälfte der befragten Unternehmen (55 %) führt laut PAC derzeit bereits ein Predictive-Maintenance-Projekt durch. Für fast ein Viertel würden sich solche Initiativen jetzt schon auszahlen, während der Rest noch die Chancen auslote.

Skepsis immer noch vorhanden

Doch habe die Studie nach Angaben der Unternehmensberatung auch aufgezeigt, welche Hürden auf dem Weg in Richtung Predictive Maintenance noch zu überwinden sind: Zum einen überlege ein Großteil der Unternehmen, aufgrund der steigenden Bedrohungslage im Netz und der physischen Welt sowie Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz, sehr gründlich, ob größere Investitionssummen für die vorausschauende Wartung ausgegeben werden sollten. Zudem mangle es häufig an internen Analytics-Kenntnissen sowie am entsprechenden Wissen, wie die Vorhersageerkenntnisse hinsichtlich der Neuausrichtung der Instandhaltungsprozesse genutzt werden könnten.

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