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Energieketten Vector-Award in Gold für 6-Spindel-Drehautomat

Zum Gewinner des 7. Vector-Award in Gold, den Igus alle zwei Jahre vergibt, hat die Jury 2020 den 6-Spindel-Drehautomat von Gildemeister Italiana unter 266 Bewerbungen ausgewählt.

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Acht Energieketten sorgen bei diesem Gildemeister-Mehrspindelautomaten für die sichere Leitungsführung.
Acht Energieketten sorgen bei diesem Gildemeister-Mehrspindelautomaten für die sichere Leitungsführung.
(Bild: Igus)

Die silberne Trophäe geht an die Alpinatec Technical Products in Österreich für ein radarbasierendes System zum Suchen und Kartographieren von Weltraumschrott. Der bronzene Vector-Award geht an die Firma Grenzebach Maschinenbau in Deutschland für ihre flexible Rührreibschweiß-Portalanlage. Zwei grüne Vector-Award gehen an die US-Firma Dropwater für einen nachhaltigen Getränkeautomaten und die Huber SE in Deutschland für eine Wasseraufbereitungsanlage.

Mutige Energiekettenlösungen müssen belohnt werden.Und deshalb verleiht der Kunststoff-Spezialist Igus alle zwei Jahre den Vector-Award, mit dem spannende und kreative Energieketten-Anwendungen ausgezeichnet werden. In diesem Jahr gingen 266 Bewerbungen aus 32 Ländern ein.

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Was zeichnet den Gewinner aus?

Bei der Mehrspindel-Drehmaschine von Gildemeister Italiana, einer Tochtergesellschaft von DMG Mori, sorgen acht fertig konfektionierte Energieketten auf engstem Bauraum für eine sichere Führung der Leitungen und Schläuche. Damit erfüllt der Drehautomat die heutigen Anforderungen, nämlich die Durchlaufzeit und die Rüstzeiten zu reduzieren. Darüber hinaus konnte der Aufwand für Prozessentwicklung und -integration verringert werden. Dabei konnte man dem zunehmenden Komplexitätsgrad gerecht werden. Das Herzstück der Maschine ist die Spindeltrommel mit sechs Spindeln zur gleichzeitigen Bearbeitung mehrerer Werkstücke. Die Trommel bewegt die Werkstücke präzise und schnell zu den Werkzeugen. Eine Fahrt für eine der sechs Spindeln in die nächste Position dauert nur 0,65 s. Um nach der Bearbeitung in den sechs Stationen wieder in die Ausgangsposition zu gelangen, ist eine Rückdrehung der Trommel von 300° notwendig. Dafür benötigt die über 3 t schwere Einheit nur 1 s. Die größte Herausforderung: eine sichere Energieführung für alle sechs Spindeln. Die Lösung: ein Energieführungssystem, das die Rotation der Trommel mitmacht und die Linearbewegungen der Spindeltrommeln ermöglicht. Insgesamt acht Energieketten von Igus, 64 Leitungen und 73 Schläuche kommen in dem Mehrspindel-Drehautomaten zum Einsatz. Eine Anwendung, für die Gildemeister Italiana jetzt den goldenen Vector-Award und 5000 Euro Preisgeld erhielt. Die Jury besteht aus Vertretern von Fachmedien, Wirtschaft und Forschung.

Silber und Bronze gehen nach Österreich und Deutschland

Der silbernen Vector-Award, den die Firma AlpinaTec GmbH aus Österreich für ihre Arbeit am Projekt Gestra des Fraunhofer Instituts erhält, zeichnet sich durch ein komplexes radar-basiertes System zum Suchen und Kartografieren von Weltraumschrott aus. Speziell für die Azimut-Achse kommt eine komplexe Drehenergieführung sowie für die Elevationsachse ein beidseitiges Doppelkettensystem zum Einsatz.

Den bronzenen Vector-Award gewinnt die Firma Grenzebach Maschinenbau für ihre Rührreib-Schweißanlage. Sowohl die Energie- und Medienversorgung innerhalb des Schweißkopfes als auch die Anschlusskonstruktion mussten flexibel sein. Für den kompakten Bauraum zeigte sich die Kopplung eines twisterbandes mit den Energieführungsketten R4 als kreative und ausfallsichere Lösung.

Premiere: Grüner Vector-Award für nachhaltige Projekte

Nachhaltigkeit ist bei igus ein großes Thema. Seit Ende 2019 nimmt das Unternehmen zum Beispiel gebrauchte Energieketten zurück und recycelt sie. Daher war es auch ein Anliegen der Jury, einen Award für besonders nachhaltige Energiekettenprojekte zu verleihen. Der grüne Vector-Award ist mit 1.000 Euro dotiert.

Dropwater erhielt den Preis für einen Automaten, der Getränke auf Knopfdruck in kompostierbare Behälter abfüllt. Dabei muss das Wasser für das Getränk nicht transportiert werden, da der Automat über einen Wasseranschluss verfügt. Für die sichere Leitungsführung des eingesetzten Linearroboter sorgt eine konfektionierte readychain.

Huber SE erhielt den Preis für ihre Wasseraufbereitungsanlage, die klebrigen Schlamm durch solare Trocknung entwässert und damit in Masse und Volumen auf etwa ein Viertel reduziert und zu einem körnigen Granulat verwandelt. Mit der Anlage wird das Trinkwasser aus dem verschmutzten Bahr-El-Baqar-Kanalsystem für 500.000 Menschen wiederaufbereitet. Für eine ausfallsichere Strom- und Energieversorgung der automatischen Anlage kommen in 128 Einheiten Igus-Energieketten mit Chainflex-Leitungen auf einem Verfahrweg von 100 m zum Einsatz.

Hier finden Sie alle Informationen zum Wettbewerb, die Preisverleihung sowie die ganze Vielfalt aller Einsendungen.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt