Oberflächenbeschichtung

Verschleißschutz erreicht neue Dimensionen

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Chrom(VI)-Beschichtungen auch beim Verschleißschutz ein Thema

Ein wichtiges Thema bleiben zudem Alternativen für das kritische Chrom(VI), dessen Gebrauch gemäß der europäischen Reach-Verordnung ab September 2017 einer besonderen Zulassung bedarf. Auf der Sonderschau des Zentralverbandes Oberflächentechnik e.V. (ZVO) „Welt der Oberfläche“ werden Alternativen präsentiert. So wird BASF ionische Flüssigkeiten als Ersatz der Chrom-Schwefelsäure-Vorbehandlung auf Kunststoffen vorstellen. „Die ionische Flüssigkeit wird in diesem Bereich erstmals als Basis für eine komplexe Formulierung eingesetzt“, sagt Dr. Uwe Vagt, im Unternehmensbereich Zwischenprodukte der BASF unter anderem für ionische Flüssigkeiten verantwortlich. Diese besonderen Substanzen sind Salze, die bei Raumtemperatur flüssig sind, den Strom leiten und sich auch bei hohen Temperaturen nicht zersetzen.

Eine andere Lösung demonstriert Coventya mit einem System, das auf Kaliumpermanganat basiert. Mit diesem neuen, chromfreien System kann mit Konzentrationen unter 5 g/l gearbeitet werden. Bei der neuen Galvanisierzelle muss nur das Porzellandiaphragma gegen eine Teflonmembran getauscht werden. Derzeit verbessert Coventya noch die Selektivität für Mehrkomponentensubstrate.

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Eigener Weg sichert Erstellung von Chrom(VI)-Schichten

Einen anderen Weg beschreitet die AHC Oberflächentechnik GmbH mit einem selektiven Hartchromverfahren, mit dem Oberflächenbereiche gezielt hartverchromt werden können. Die Bauteile, die beschichtet werden sollen, werden in Werkzeuge eingelegt, die den Beschichtungselektrolyten nur an die dafür bestimmten Stellen gelangen lassen. Alle anderen Bauteilbereiche bleiben unbeschichtet. „Das selektive Beschichtungsverfahren mit der Bezeichnung Selga-Coat Chrom ist wesentlich effizienter und umweltfreundlicher als herkömmliche Hartchromverfahren“, sagt Jürgen Diesing, Leiter Marketing bei AHC Oberflächentechnik. Die Beschichtung erfolgt in einer gekapselten Anlage, weder Bediener noch Umwelt kommen mit sechswertigem Chrom in Verbindung. Zudem wird die Anlage abwasserfrei und mit fast vollständiger Rückführung der eingesetzten Chemikalien betrieben. Deshalb muss nur ein Minimum von ihnen entsorgt werden. Gemäß EU-Chemikalienverordnung Reach darf sechswertiges Chrom in den meisten Fällen ab 2017 nicht mehr ohne spezielle Autorisierung eingesetzt werden, Selga-Coat Chrom bietet hier eine Ausnahme.

* Klaus Jopp arbeitet für das Pressebüro Wiwitech in 22337 Hamburg. Weitere Informationen: Deutsche Messe AG, 30521 Hannover

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