Handhabungstechnik

Vier Achsen sind beim Handling oft eine zu viel

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Auch in Puncto Produktivität spielt die Achskombination in einer ganz anderen Liga: Die Antriebe sind direkt aufgeschraubt und geben dem Gesamtsystem eine große Steifigkeit. Das ermöglicht höhere Beschleunigungen und kürzere Taktzeiten. Aus der hohen Systemsteifigkeit resultiert noch ein weiterer Vorteil: die Bestückung einer Baugruppe bei gleichzeitigem Einpressen des Bauteils. Während dem Scara-Roboter die Kraft fehlt, um zum Beispiel die Mine eines Kugelschreibers anzuklicken, sind solche Pressprozesse für das Handlingsystem kein Problem. Bei Neuprojekten ist das immer häufiger eine Anforderung, da aufwändige und separate Pressstationen dadurch unter Umständen komplett entfallen.

Einfache Integration der Komponenten

Schon immer setzt Weiss auf die einfache Integration seiner Komponenten in den Anlagenkontext. Als das Unternehmen vor sechs Jahren das erste direktangetriebene Zwei-Achs-Handlingsystem auf den Markt brachte, wurde die passende Inbetriebnahmesoftware gleich mitgeliefert. Heute ermöglicht die WAS (Weiss Application Software) jede Komponente ganzer Achssysteme einfach und intuitiv in Betrieb zu nehmen. Das macht gerade kleineren und mittelgroßen Anlagenbauer das Leben leichter. Denn für diese bleibt die Softwareprogrammierung eines Scara-Roboters ein unüberwindbares Hindernis.

So einfach die Achs-Kombinationen in Betrieb zu nehmen sind, so einfach können die demontierten Einzelmodule später auch in anderen Automationsprozessen wiederverwendet werden. Ein Punkt, der sich in der Regel vermutlich erst nach Jahren bezahlt machen wird, dann aber richtig. MM

* Matthias Poguntke ist Vice President Global Engineering & Product Management bei der Weiss GmbH in 74722 Buchen

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