Überkapazitäten und neue Strategie Volkswagen will die Produktion drosseln und den Süden der Welt angehen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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VW will die Produktionskapazitäten wegen des schwierigen Marktumfeldes weiter senken. Außerdem peilt man in Sachen Zukunft den globalen Süden an.

Der VW-Chef Oliver Blume hat jetzt geäußert, dass man darüber nachdenkt, die Überkapazitäten abzubauen und dabei die Jahresproduktion nochmals deutlich zu verringern. Es müsse einfach weiter gespart werden. Und dann will VW noch den globalen Süden für sich gewinnen.(Bild:  Volkswagen)
Der VW-Chef Oliver Blume hat jetzt geäußert, dass man darüber nachdenkt, die Überkapazitäten abzubauen und dabei die Jahresproduktion nochmals deutlich zu verringern. Es müsse einfach weiter gespart werden. Und dann will VW noch den globalen Süden für sich gewinnen.
(Bild: Volkswagen)

Wenn die Pläne wahrgemacht werden, dann kommt VW laut Blume von insgesamt über zwölf Millionen investierten Kapazitäten auf nachhaltig neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr. Das betreffe die Standorte des Unternehmens übrigens weltweit. In China hatte VW, wie auch in Europa – hier vor allem bei der Kernmarke VW Pkw und der Tochter Audi – die Produktionsmöglichkeiten um jeweils eine Million Fahrzeuge eingedampft. Der Grund ist, dass Überkapazitäten für die Wolfsburger langfristig nicht tragfähig sind. Und in der heutigen Markt- und Wettbewerbssituation sei die Volumenplanung der Vergangenheit unrealistisch. Eine Entscheidung, ob dafür Werke geschlossen werden müssen, ist laut Blume noch nicht gefallen. Es gebe wohl intelligentere Methoden, als gleich ein Werk zu schließen. In Osnabrück zum Beispiel will VW die Produktion von Fahrzeugen aber bekanntlich im nächsten Jahr beenden. In dem Fall redet VW mit Rüstungsunternehmen, um dort eventuell Produktion anzusiedeln, damit die Mitarbeiter gegebenenfalls übernommen werden können. Auch dabei ist aber noch nichts spruchreif.

Volkswagen muss zuerst an das Unternehmen an sich denken

Blume weiter: „Wir haben aber einen klaren Plan, wie wir unsere Kapazitäten sozialverträglich verringern.“ Derzeit baut Volkswagen bei der Kernmarke – und vor allem den Töchtern Audi und Porsche in Deutschland – zusammengenommen 50.000 Jobs ab, um Kosten zu senken. Laut Blume reicht das derzeitige Gewinnniveau eben nicht aus, um die Investitionen in Modelle und Technik dauerhaft zu stemmen. Einen weiteren Arbeitsplatzabbau schließt der Manager außerdem nicht wirklich aus. Er führt weiter aus: „Unsere Pflicht ist es jetzt, alles genau zu prüfen.“ Man schaue sich nun alle Kostenpositionen an. Das sei ein elementarer Teil der Verantwortung für das Unternehmen Volkswagen. In puncto USA denkt VW übrigens darüber nach, ob Audi die neu entstehende Fabrik der Elektromarke Scout mit nutzen kann – auch dabei steht eine Entscheidung noch aus.

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