Die Entwicklung der Automatisierung

Vom mechanischen Webstuhl zur maschinennahen Vernetzung

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Der Z3-Rechner, der erste funktionsfähige Digitalrechner, den Konrad Zuse im Jahr 1941 vorstellte, arbeitete mit binären Gleitkommazahlen. Nach heutigem Sprachgebrauch war das ein Computer. Es begann das Zeitalter der digitalen Revolution.

Bereits im Jahr 1939 gründete Hermann Schmidt in Berlin den Fachausschuss für Regelungstechnik im VDI. Er wurde dann 1944 als ordentlicher Professor für den ersten Lehrstuhl für Regelungstechnik an der Fakultät Maschinenwesen der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg berufen. Bis zu seiner Emeritierung 1960 hatte er diesen inne.

Die „Transistorrevolution“ als Basis der modernen Steuerungstechnik

William B. Shockley entwickelte 1948 den ersten Transistor. 1970/71 folgte dann der Mikroprozessor. Das war der Beginn für die rasante Entwicklung der Computertechnik, die die Möglichkeiten der Automatisierungstechnik stark beeinflusste.

Die Geburt der speicherprogrammierbaren Steuerung wurde 1969 eingeläutet: Richard Morley und Odo J. Struger kann man als die Väter der SPS bezeichnen. Morley stellte 1969 seinen "solid-state sequential logic solver" (Halbleiter-basierende sequentielle Verriegelungslösung) vor. Struger war unter anderem maßgeblich an der Formulierung der zugehörigen Instituts-Standards in den USA beteiligt.

Im Jahr 1973 wurde in den USA der Universal Product Coding (UPC), der Strichcode, eingeführt. Vier Jahre später folgte die Einführung des europäischen EAN-Codes (European Article Number). Der Barcode wird mit optoelektronischen Leseköpfen (Scannern) gelesen. Diese Identifizierungsmethoden waren Grundlage für automatische Warensteuerungen in der Logistik. Heute wird die Barcodetechnik zunehmend durch RFID-Techniken ersetzt.

Der pneumatische Kreuzbalgregler, der 1977 vorgestellt wurde, hatte weltweit Erfolg. Heute sind pneumatische Regler fast völlig vom Markt verschwunden, weil die Verwendung von eigensicheren Signalleitungen diese Technik verdrängt hat.

Automatisierungstechnik wird methodenorientiert oder prozessorientiert entwickelt

Im Jahr 1995 ist das erste satellitengestützte Ortungssystem (GPS) in Betrieb gegangen. Neben der Entwicklung von Navigationssystemen führte dies unter anderem zur automatischen Lenkung von Landmaschinen.

Die heutige Automatisierungstechnik basiert auf vielen dieser Erkenntnisse. Die Umsetzungen sind im Alltag und in der Industrie angekommen und werden als selbstverständlich wahrgenommen. Der Entwurf, die Implementierung und die Inbetriebnahme von Automatisierungsfunktionen sind heute stark methodenorientiert und zum Teil auf bestimmte Prozesse zugeschnitten.

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