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100-jähriges Jubiläum Von der Mehlsiebmaschine zum GWS-Schnellwechselsystem

| Redakteur: Melanie Krauß

Der Spezialist für Werkzeugsysteme Göltenbodt feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum. Neben mehreren Familiengenerationen und insgesamt vier Umzügen, gehören auch zahlreiche Innovationen zur Geschichte des Mittelständlers.

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Am Standort Carl-Peters-Straße in Korntal arbeiteten in den 50er-Jahren rund 60 Mitarbeiter dicht an dicht.
Am Standort Carl-Peters-Straße in Korntal arbeiteten in den 50er-Jahren rund 60 Mitarbeiter dicht an dicht.
(Bild: Göltenbodt technology GmbH)

100 Jahre seien ein solch großer Zeitraum, dass man erst an den eigenen Meilensteinen den enormen technologischen Fortschritt der Zeit begreife, so Geschäftsführerin Nora Göltenbodt. 1918 erfolgte die Gründung des Unternehmens als mechanische Werkstätte durch Gustav Göltenbodt in Stuttgart. In Lohnbearbeitung wurden zunächst Fahrradteile hergestellt und der Vorrichtungsbau vorangetrieben. 1945 kam dann die Fertigung einer elektrischen Mehlsiebmaschine hinzu.

Gustav Göltenbodt, Walter Göltenbodt und der Werkstattmeister im Jahr 1954 (v.r.).
Gustav Göltenbodt, Walter Göltenbodt und der Werkstattmeister im Jahr 1954 (v.r.).
(Bild: Göltenbodt technology GmbH)

Gerade nach dem Krieg sei hellwach nach jeder Chance gesucht worden, die Fertigung auszulasten, um die Mitarbeiter zu beschäftigen und durch die schwere Zeit zu führen, so das Unternehmen. Eine Großbäckerei gleich um die Ecke kam eines Tages mit einem Problem auf Gustav Göltenbodt zu. Das Mehl, das in großen Säcken angeliefert wurde, war voll mit Würmern und das Sieben von Hand viel zu zeitaufwendig. Lange Rede kurzer Sinn, Gustav Göltenbodt entwickelte mit seinem Team abseits des normalen Produktprogramms eine elektrische Mehlsiebmaschine.

1950 wurde dann der Ideal-Schnellwechselhalter für Leit- und Zugspindeldrehmaschinen entwickelt und am Markt eingeführt. In den folgenden Jahren wurde des Weiteren das Spannzeug-Programm weiter ausgebaut und das Ideal-Programm erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Auch in den Sondermaschinenbau mit Bohr- und Gewindeschneid-Baueinheiten sowie Rundtakt- und Längstransfermaschinen für die Automobil- und Elektroindustrie investierte das Unternehmen. Später entschied man sich für die Konzentration auf das Hauptprodukt GWS-Schnellwechselsystem mit dem Ausbau des Exportgeschäfts und des Bereiches kundenspezifischer Lösungen.

Innovationskraft und unkonventionelle Lösungen

2014 übergab Dieter Göltenbodt die Geschäftsleitung an seine Tochter Nora, die vierte Firmengeneration.
2014 übergab Dieter Göltenbodt die Geschäftsleitung an seine Tochter Nora, die vierte Firmengeneration.
(Bild: Göltenbodt technology GmbH)

Heute verfügt das Unternehmen nach Angaben von Nora Göltenbodt über eine starke Marktposition. Kunden würden die Innovationskraft gepaart mit enormen Produktivitätssteigerungen honorieren. Ihr Vater Dieter Göltenbodt, führt das auch auf die hohe Bereitschaft zurück, immer wieder mit unkonventionellen Lösungen aufzuwarten. Das, so Dieter Göltenbodt, ziehe sich wie ein roter Faden durch die 100-jährige Unternehmensgeschichte.

1981 erfolgte der zwischenzeitlich vierte Umzug nach Leonberg-Höfingen in die heutigen Räumlichkeiten.
1981 erfolgte der zwischenzeitlich vierte Umzug nach Leonberg-Höfingen in die heutigen Räumlichkeiten.
(Bild: Göltenbodt technology GmbH)

Für die Zukunft plant das Göltenbodt-Führungsteam weitere Produktentwicklungen, die ideal in das Portfolio und den Präzisionsanspruch von Göltenbodt passen sollen. Man dürfe also gespannt sein auf die nächsten 100 Jahre des Leonberger Spezialisten für voreinstellbare und schnellwechselbare Werkzeugsysteme.

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