Walzfräsen Wälzfräser-Schneidstoff auf Basis intermetallischer Verbindungen

Redakteur: Rüdiger Kroh

Produktivitätssteigerungen um mehr als 30% durch eine deutlich höhere Schnittgeschwindigkeit im Vergleich zu pulvermetallurgisch hergestelltem Schnellarbeitsstahl: Das verspricht ein neuer Schneidstoff für Wälzfräser, der vor allem eine höhere Warmfestigkeit bietet, ohne an Zähigkeit zu verlieren.

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Äußerlich ist der Wälzfräser unverändert: Das Geheimnis der neuen Generation mit Speedcore-Schneidstoff liegt im Kern. (Bild: LMT)
Äußerlich ist der Wälzfräser unverändert: Das Geheimnis der neuen Generation mit Speedcore-Schneidstoff liegt im Kern. (Bild: LMT)

Der aktuelle Aufschwung mit deutlich gestiegener Nachfrage und der zunehmende Wettbewerbsdruck machen es erforderlich, Produktionsprozesse so effizient wie möglich zu gestalten. Eine Schlüsselrolle können dabei Präzisionswerkzeuge spielen, wie eine neue Entwicklung von LMT zeigt.

Neue Walzfräser steigern Produktivität um mehr als 30%

Auf Basis eines intermetallischen Schneidstoffs wurde eine neue Generation einteiliger Wälzfräser entwickelt. Die Werkzeuge ermöglichen es Anwendern, die Produktivität der laufenden Fertigung um mehr als 30% zu steigern und nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen, indem sie die Prozesse für die Zahnradfertigung optimieren.

Der neue Wälzfräser-Schneidstoff trägt den Namen Speedcore. Der Begriff verweist auf die höhere Warmfestigkeit des Schneidstoffs, der den Kern des Wälzfräsers bildet. Der Schneidstoff ermöglicht es, die Schnittgeschwindigkeit beim Wälzfräsen im Vergleich zu pulvermetallurgisch hergestelltem Schnellarbeitsstahl (PM-HSS) um bis zu 50% zu erhöhen.

Neben dem neuen Werkstoff machen Beschichtungen des Walzfräser leistungsfähig

Zusätzliche Produktivitätsgewinne verspricht die Verbindung der auf Speedcore basierenden Wälzfräser mit maßgeschneiderten Hochleistungsbeschichtungen wie der LMT Nanosphere. Die höhere Schnittgeschwindigkeit bietet Anwendern handfeste Vorteile, denn sie können dadurch auf vorhandenen Anlagen deutlich mehr Teile fertigen als bisher.

Mit dem neuen Schneidstoff treibt LMT Fette die Entwicklung ihres Systemangebots für die Zahnradfertigung weiter voran. Zu diesem Wälzfräser-System gehören neben Beschichtungen und Schneidstoffen noch das anwendungsspezifische Engineering sowie Serviceangebote, wie das weltweite Wiederaufbereitungs- und Beschichtungsnetzwerk mit Standorten in Deutschland, den USA und China.

Höhere Schnittgeschwindigkeit bei längerem Standweg

Welches Potenzial die Wälzfräser auf Basis des neuen Schneidstoffs haben, wird an den Ergebnissen erster Tests deutlich. Diese hat LMT unter anderem mit der Unterstützung der Universität Magdeburg durchgeführt. So erreichten die Speedcore-Wälzfräser bei Versuchen beinahe Leistungsbereiche, die sonst Vollhartmetall-Wälzfräsern vorbehalten sind.

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