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Einführungsaktivitäten von Claimsmanagement genau aufeinander abstimmen
Wie gelingt es in der Praxis, Claimsmanagement zum festen Projektbestandteil zu machen? Claimsmanagement lässt sich nicht auf einen Schlag einführen und in die Unternehmenskultur integrieren. Es bedarf vielmehr einer ganzen Reihe aufeinander abgestimmter Aktivitäten von internen und externen Kräften. Dazu zählen der Abbau von Vorbehalten gegen Claimsmanagement durch gezielte Vorgespräche sowie die Bewusstseinsbildung durch Seminare für Geschäftsführung und Führungskräfte. Dienstleister erbringen gutachterliche Stellungnahmen zu spezifischen Fragen des Claimsmanagement, analysieren Projekte und Verträge auf Risiken und vertreten das Unternehmen anwaltlich bei aktiven oder passiven Claims.
Ganz am Anfang des Claimsmanagement aber steht der Wille der Geschäftsleitung, sich dieses Instruments zu bedienen. Dazu gehört viel Mut, denn auf umkämpften Märkten werden sich manche Wettbewerber immer wieder mit „kostenlosen“ Zusatzleistungen zu profilieren versuchen, die unter den Etiketten Kundenzufriedenheit, Anbieterbeweglichkeit oder notwendige Marktanpassung angeboten werden.
Ein professionelles Claimsmanagement braucht diese Begriffe keinesfalls zu ignorieren. Ihr Wert bleibt unbestritten. Unabhängig davon sollte es aber für Unternehmen selbstverständlich werden, ohne Vorwurf der Gegenseite nach erbrachten Leistungen die verdiente Vergütung beanspruchen zu können.
Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Kühnel ist Partner für Wirtschaftsrecht in der Kanzlei Reis & Partner in Kronberg/Ts. Er ist Verfasser des Buches „Claimsmanagement in Schlüsselwörtern“ (VDMA Verlag) und leitet Seminare zum Thema.
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