Bewerbung Welche Hobbys machen sich gut im Lebenslauf?

Redakteur: Nick Luhmann

Wenn die eigene Vita steht, stellen sich Bewerber oft noch zwei Fragen: Gehören Hobbys und persönliche Interessen in den Lebenslauf? Und welche machen sich gut? Wir haben mit einer Expertin gesprochen.

Was Bewerber in ihrer Freizeit tun, kann auch für einen künftigen Arbeitgeber interessant sein.
Was Bewerber in ihrer Freizeit tun, kann auch für einen künftigen Arbeitgeber interessant sein.
(Bild: ©NDABCREATIVITY - stock.adobe.com)

Wie viel Privates will man einem Unternehmen preisgeben? Spätestens wenn Jobsuchende ihren Lebenslauf für eine Bewerbung auf Vordermann bringen, stehen sie vor dieser Frage. Wir haben mit Marlene Pöhlmann, Director beim Personalvermittler Robert Half, über die fünf wichtigsten Fragen zu Hobbys im Lebenslauf gesprochen.

Hobbys im Lebenslauf angeben: Pro und Contra

Diese Frage wird häufig diskutiert – mit immer derselben Antwort: Es kommt darauf an. Wenn die Hobbys gut zur Wunschbranche und der ausgeschriebenen Stelle passen, können sie ein wichtiger Zusatz am Ende des Lebenslaufs sein und den HR-Managern etwas Persönliches über den Bewerber verraten. Sie sind aber kein Muss. Wenn Hobbys angegeben werden, sollten diese aber mit Bedacht gewählt werden. Denn je nach Art können sie auch einen negativen Eindruck entstehen lassen.

Welche Hobbys eignen sich gut und warum?

Gut geeignet sind Interessen, die Vielseitigkeit, Teamgeist oder Kreativität beweisen. Fußball, Hockey oder Basketball zeigen beispielsweise, dass jemand erfolgsorientiert und teamfähig ist. Hobbys wie Tennis dagegen lassen jemanden eher als Einzelkämpfer erscheinen. Besonders punkten kann man immer mit ehrenamtlichen Tätigkeiten, da sie Verantwortungsbewusstsein demonstrieren.

Darf man schwindeln oder übertreiben?

Ehrlich währt am längsten: Bevor Hobbys im Lebenslauf angegeben werden, die wie Lesen eher unspezifisch sind und nichts über die Persönlichkeit aussagen, sollte man sie lieber weglassen. Auf keinen Fall sollten Interessen erfunden werden, da einem das spätestens im Bewerbungsgespräch durch potenzielle Rückfragen zum Verhängnis werden kann.

Welche Hobbys sollte man tunlichst vermeiden?

Standard-Hobbys wie Lesen, Freunde treffen oder Musik hören werden schnell als langweilig abgestempelt und damit im schlimmsten Fall auch der Bewerber. Auch Hobbys mit hoher Verletzungsgefahr wie Fallschirmspringen oder Basejumpen können bei vielen Personalern die Alarmglocken schrillen lassen. Das gilt ebenso für passive Beschäftigungen, wie Fernsehen, Kino oder Computerspiele. Diese sind eher mit einem negativen Image behaftet und lassen den Eindruck eines ungeselligen Einzelgängers ohne soziale Kontakte entstehen.

Was ist, wenn man keine Hobbys hat?

Dann sollte auf die Angabe von Hobbys lieber verzichtet werden. Sie sind wie gesagt kein Muss, sondern nur eine optionale Möglichkeit, das eigene Profil abzurunden.

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