Energieeffizienz

Weniger Energieverbrauch − mehr Klimaschutz

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Durch zwei neue Dampfkessel, klassische und hocheffiziente Wasserrohrkessel, konnte die Dampferzeugung bei gleicher Abluftmenge deutlich erhöht werden. Zudem hat diese Ausführungsvariante deutliche Vorteile im Hinblick auf die Instandhaltung bei gleichzeitig höchster Energieausbeute.

Energieeffizienz und Reinigungsleistung gleichzeitig erhöht

Darüber hinaus tauschte man in Dormagen die installierten Strahlgaswäscher gegen moderne Füllkörperkolonnen aus. Bei laufendem Betrieb wurden die 12 m hohen Türme als komplette Einheiten sukzessive in die zweistraßig ausgelegte Waschstraße eingebaut und eingebunden.

Im Ergebnis zeigte sich eine Steigerung der Energieeffizienz verbunden mit einer Verbesserung in der Reinigungsleistung. Die zwei neuen Kessel erreichen bei der Gewinnung von Dampf einen 80% höheren Wirkungsgrad. Zudem kommt das neue Verfahren mithilfe des Thermoreaktors praktisch ohne Einsatz von Primärenergie aus. So lassen sich durch die Mordernisierungsmaßnahmen bis zu 30.000 t CO2 einsparen sowie gleichzeitig die Entsorgungspreise für Kunden stabilisieren.

Am Standort in Krefeld-Uerdingen führte ein neuer Turboverdichter zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen um 5300 t. Infolge besser aufeinander abgestimmter Prozesse der Drucklufterzeugung werden darüber hinaus 5400 MWh Strom im Jahr gespart. Gleichzeitig entsteht bei diesem Prozess Abwärme, die nun in der Wasseraufbereitung genutzt wird und es erlaubt, jährlich auf 1.200.000 m³ Erdgas zu verzichten.

Effizientere Versorgung spart Strom und Emissionen

Die im November 2010 eingeweihte Kaskadenbiologie der Kläranlage in Leverkusen-Bürrig trägt ebenfalls zur Verwirklichung des Currenta-Klimaschutzzieles bei. Die effizientere Versorgung der Bakterien mit Sauerstoff auf Basis von Turboverdichtern in tieferen Becken und Zonen ermöglicht es, 8000 MWh Strom sowie 4000 t CO2 einzusparen.

Sowohl klima- als auch investitionsfreundlich fällt die effizientere Regelung der Betriebswasserförderung in Dormagen aus. Allein durch das Zusammenspiel eines geringeren Leitungsdrucks sowie der veränderten Netzeinbindung eines Wasserturms konnte der Stromverbrauch der Pumpen im rund 100 km langen Betriebswasser-Versorgungsnetz um 15% oder 4800 MWh im Jahr gesenkt werden. Die Kläranlage in Krefeld-Uerdingen verfügt inzwischen über eine effizientere Belüftungs- und Pumpentechnologie. So spart sie jährlich 4000 MWh Strom.

Waschwasser der Rauchgasreinigung jetzt als Energiequelle genutzt

Eine bis vor wenigen Jahren noch ungenutzte Energiequelle war das Waschwasser der Rauchgasreinigung in der Leverkusener Verbrennungsanlage 2. Die bei der Kühlung der Rauchgase in den Quenchen aufgenommene Energie geben Wärmetauscher nun an das Kesselspeisewasser ab.

Der jährliche Eigenbedarf an 6 bar Dampf konnte mithilfe einer Wärmetauschervariante auf Basis von Graphit um 3750 t reduziert werden. Umgerechnet spart diese Maßnahme rund 56.000 Euro im Jahr. So amortisierten sich die Investitionen von 51.000 Euro schon im ersten Jahr.

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