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Der geringere Primärbrennstoff-Einsatz infolge des gesunkenen Dampfbedarfs kommt auch dem Klima zugute – in Gestalt von 1170 t weniger CO2 in der Atmosphäre. Mittlerweile wurde dieses Prinzip der Wärmerückgewinnung auch in der Verbrennungsanlage 1 und in der Rückstandsverbrennungsanlage im Chempark Dormagen (RVAD) umgesetzt.
IT-Tool Energiemanager von eigenen Ingenieuren entwickelt
Der am Standort Leverkusen mithilfe von drei Kältezentralen gedeckte Kältebedarf benötigt 72 MW Verdichterleistung für die weitverzweigten Kühlkreisläufe. Da viel Erfahrung und Feingespür seitens der Anlagenfahrer beim Einstellen des energetisch optimalen Betriebszustands erforderlich ist, haben Currenta-Ingenieure den „Energiemanager“ entwickelt.
Das intelligente IT-Tool liefert eine Kenngröße, mit der der Betriebsführer einen energetisch ungünstigen Betrieb leicht vermeiden kann. Mithilfe des Tools ließen sich im ersten Einsatzjahr die Energiekosten um etwa 140.000 Euro reduzieren.
Umrichter in Rotationswäschern senken Stromverbrauch um 1800 MWh pro Jahr
Der Einbau von Umrichtern in den Rotationswäschern der RVAD verringert den jährlichen Stromverbrauch um 1800 MWh. Die Drehzahlregelung, die der Umwelt auch 1000 t CO2 erspart, war möglich, da die erforderliche Menge des im Kreislauf gepumpten Waschwassers von der Belastung des Rauchgases mit anorganischen Säuren, Stäuben, SO2 oder anderen Schadstoffen abhängt. Allein durch den veränderten Betrieb beim Anheizen der RVAD lassen sich jährlich 720 t Wasserdampf mehr ins Standortnetz einspeisen. Zudem spart die Mitarbeiterinitiative 200 t CO2.
In Leverkusen hatten Mitarbeiter die Idee, die Oberflächen der zur Wasserversorgung eingesetzten Pumpen durch eine spezielle gehärtete Kunststoffbeschichtung zu glätten. Durch deren Verwirklichung in der Praxis hat sich der Wirkungsgrad von zwölf großen Kreiselpumpen erhöht und gleichzeitig der Energieverbrauch um 900 MWh sowie der CO2-Ausstoß um 470 t pro Jahr verringert.
Im Bereich der Energieversorgung reifte die Idee, quartalsweise einen Transformator abzuschalten und so Leerlaufzeiten zu vermeiden. Zwei der insgesamt drei Einspeisetransformatoren einer 10-kV-Station sind jetzt abwechselnd im Vierteljahresrhythmus und nicht mehr durchgehend in Betrieb. Diese Umstellung sorgt seitdem jedes Jahr für eine Ersparnis von fast 5000 Euro.
Mitarbeiter der drei Standorte für Energieeffizienz-Erfolg entscheidend
Die konkreten Ideen und Vorschläge, Energie zu sparen und so aktiv zum Klimaschutz beizutragen, stammen primär aus dem Kreis der 3300 Currenta-Mitarbeiter in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Jedes Projekt zählt und leistet in Summe einen wesentlichen Teil zum Erfolg des Currenta-Klimaschutzprogramms. Damit tragen alle Projekte langfristig zur Standortsicherung bei.
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