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Steuerungen für Werkzeugmaschinen

Werkzeugmaschinen werden fit für Industrie 4.0

| Autor: Reinhold Schäfer

Musste man die Werkzeugmaschinen noch vor 70 Jahren per Hand steuern, ist heute ein voll automatisierter Lauf möglich. Zudem haben die Steuerungshersteller weitere Verbesserungsmöglichkeiten gefunden.

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Die Steuerung Sinumerik One gibt es zum Einbau in den Schaltschrank und als PC-Panel-Version.
Die Steuerung Sinumerik One gibt es zum Einbau in den Schaltschrank und als PC-Panel-Version.
(Bild: Reinhold Schäfer)

Auf einen Blick

  • Die Steuerungen für Werkzeugmaschinen wurden im Verlauf der vergangenen 50 Jahre immer komfortabler.
  • Heidenhain zeigt, dass hohe Präzision und hohe Dynamik bei hoher Effizienz durchaus möglich sind.
  • Siemens stellt nach 14 Jahren nun die Steuerung Sinumerik One vor, die erheblich schnellere Inbetriebnahmezeiten ermöglichen soll.

Schon in den 1970er-Jahren wurden Werkzeugmaschinen per Lochstreifen und in den 1980er-Jahren per Computer gesteuert. Natürlich waren die Möglichkeiten damals noch sehr eingeschränkt. Doch was bieten heutige Werkzeugmaschinensteuerungen?

Die zwei wichtigsten Steuerungshersteller für Werkzeugmaschinen auf dem deutschen Markt haben ihre Hausaufgaben gemacht und stellen Neues vor.

Hohe Genauigkeit kombiniert mit dynamischer Bewegung

Heidenhain verweist auf die Funktionen „Dynamic Efficiency“ und „Dynamic Precision“, die bei den TNC-Steuerungen des Herstellers, die Fräs- und Drehbearbeitungen schneller und genauer machen sollen. Im Zyklus 32 Toleranz könne der TNC-Anwender das Maschinen-Set-up zielgenau abstimmen, indem er die Bahnabweichung T an seine spezifische Aufgabe anpasst, heißt es. So legt er fest, welche Bahnbreite der Steuerung zur Verfügung steht. Damit könne der Anwender bei Konturelementen mit zahlreichen Richtungsänderungen – typisch für Freiformflächen – den maximal erreichbaren Bahnvorschub und damit die Bearbeitungszeit direkt beeinflussen.

Das Funktionenpaket Dynamic Precision der TNC-Steuerungen soll bei der Bearbeitung mit Werkzeugmaschinen hohe Genauigkeit mit dynamischen Bewegungen 
kombinieren.
Das Funktionenpaket Dynamic Precision der TNC-Steuerungen soll bei der Bearbeitung mit Werkzeugmaschinen hohe Genauigkeit mit dynamischen Bewegungen 
kombinieren.
(Bild: Heidenhain)

Das Funktionenpaket Dynamic Precision der TNC-Steuerungen fasst Funktionen zusammen, die hohe Genauigkeiten mit dynamischen Bewegungen kombinieren. Diese Funktionen sollen die während der Bearbeitung auf die Mechanik der Maschine wirkenden Kräfte und bearbeitungsabhängige Abweichungen am Tool Center Point minimieren.

Nahtlose Integration von Hardware und Software

Vor 14 Jahren führte Siemens die Werkzeugmaschinensteuerung Sinumerik 840 DSL ein. Nun zeigt Siemens den Nachfolger, die Sinumerik One, die mittelfristig die 840 DSL ersetzen wird. Die Steuerung gibt es zum Einbau in den Schaltschrank und als PC-Panel-Version.

Die Steuerung Sinumerik One gibt es zum Einbau in den Schaltschrank und als PC-Panel-Version.
Die Steuerung Sinumerik One gibt es zum Einbau in den Schaltschrank und als PC-Panel-Version.
(Bild: Reinhold Schäfer)

Als sogenannter „Digital Native“ hat die Steuerung schon die Software Create Myvirtuel­machine zur Erstellung der Maschinensteuerung und des dazugehörigen digitalen Zwillings integriert. Damit sei eine nahtlose Integration von Hardware und Software gegeben. Maschinen­anwender wiederum würden damit von noch schnelleren Inbetriebnahmezeiten profitieren. Darüber hinaus ist für Siemens die Steuerung Sinumerik One das Kern­ele­ment für die globale Transformation der Werkzeugmaschinenindustrie und für die zukunftssichere Fertigung in der zu­neh­mend digitalisierten Industrie.

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Über den Autor

Reinhold Schäfer

Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt