Pneumatik

Weshalb ein Druckluft-Management erfolgsentscheidend ist

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Doch ab welchem Bereich der einzelnen Verbrauchswerte lassen sich dann Anomalien erkennen, sodass man darauf reagieren muss – und zwar automatisch? „Das alles gilt für reguläre Betriebseinstellungen, bei denen sich Parameter bewusst ändern – beispielsweise vom Normal- zum Stand-by-Betrieb. Aber genauso auch für unbeabsichtigte Abweichungen, die u. a. auf Leckagen hindeuten. Das Monitoring muss daher durch eine selbstständige Analyse und Steuerung ergänzt werden“, erklärt Losert.

Digitaler Fingerabdruck der optimalen Betriebsbedingungen

In Form des „Air Management Systems“, eines digitalen Moduls zum Druckluftmanagement, das auch in Brownfield-Anlagen einfach zu installieren ist, hat SMC die oben erwähnte Idee in einer kompakten Lösung umgesetzt. Eine Kombination aus Regler, Hub und Abschaltventil überwacht neben Druck und Durchfluss auch die Temperatur der Luftversorgung und reagiert – dank festgelegter Basisparameter – automatisch auf Veränderungen. Auf Basis von voreingestellten Maschinenbedingungen sind Maßnahmen wie die Druckreduzierung und die Abschaltung programmierbar, um auf Abweichungen automatisch zu reagieren; das gilt auch für die Definition von Abschalt- und Standby-Zeiten, in die ein Prozess durch das Modul selbstständig wechselt.

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Aufgrund der durchgehenden Überwachung von Druck, Durchfluss und Temperatur entsteht aus den hochauflösenden Daten nach und nach ein digitaler Fingerabdruck der optimalen Betriebsbedingungen einer Maschine. Werden anhand dessen Schwellenwerte definiert, können Anwender Abweichungen schnell erkennen und frühzeitig Wartungsmaßnahmen einleiten; das ermöglicht eine vorausschauende Wartung. Interne Tests bei SMC ergaben, dass mithilfe des „Air Management Systems“ der Druckluftverbrauch um bis zu 62 Prozent gesenkt werden konnte.

Erst prüfen, dann handeln – und Druckluft sparen

Ein ausführliches Monitoring und eine damit verbundene automatische Steuerung bringen bereits klare Vorteile in Sachen Druckluftverbrauch. Wenn dadurch zudem ausreichend Hinweise für tatsächliche Leckagen vorhanden sind, besteht dringender Handlungsbedarf. Gerade bei älteren Maschinen entstehen etwa durch Verschleiß bei Schläuchen, Verbindungen und Dichtungen häufig Druckluftverluste von 20 bis 30 Prozent. Es lohnt sich also, diese aufzuspüren und zu beseitigen. Aufdecken lassen sich Leckagen, die in 90 Prozent der Fälle hinter dem Kompressor auftreten, mithilfe von Ultraschallgeräten; auch hierfür bietet SMC einen Service zur Detektion und Bereinigung.

„Viele betrachten Druckluft noch immer als ,einfach da‘. Immerhin wird sie in unzähligen Maschinen genutzt und ist in Produktionsbetrieben häufig über leicht zugängliche Abnahmestellen schnell verfügbar. Doch mit steigenden Energiepreisen und einem wachsenden Bewusstsein für eine nachhaltige und möglichst CO2-neutrale Produktion wird es immer wichtiger, ein umfassendes Monitoring mit gezielter Steuerung und punktgenauen Verbesserungen beim Druckluftverbrauch zu kombinieren“, so Losert. Denn am Ende gewinnen produzierende Unternehmen durch ein lückenloses Druckluftmanagement nicht nur in Form von klaren Kostenvorteilen. Durch den reduzierten Energieverbrauch und die dadurch verbesserte Klimabilanz erfüllen sie gleichzeitig die Erwartungshaltung sowohl des Gesetzgebers als auch der Kunden.

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