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Wälzlager

Wie sich NKE Austria den Herausforderungen im Wälzlagermarkt stellt

| Redakteur: Stefanie Michel

Thomas Witzler, Geschäftsführer der NKE Austria GmbH: „Wir sehen sehr positiv in die Zukunft. 2017 war ein ausgezeichnetes Jahr für NKE. Mit einem Umsatzwachstum von 20 % wuchsen wir um 13 Prozentpunkte stärker als der globale Wälzlagermarkt.“
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Thomas Witzler, Geschäftsführer der NKE Austria GmbH: „Wir sehen sehr positiv in die Zukunft. 2017 war ein ausgezeichnetes Jahr für NKE. Mit einem Umsatzwachstum von 20 % wuchsen wir um 13 Prozentpunkte stärker als der globale Wälzlagermarkt.“ (Bild: NKE)

NKE Austria, Teil der weltweit vertretenen Fersa Group, hat 2017 den Umsatz um 17 % steigern können. Geschäftsführer Witzler zeigt, wie sich der Wälzlagerhersteller auch für die Zukunft rüsten will.

Die Fersa Group entstand durch den Zusammenschluss der spanischen Fersa Bearings mit NKE aus Österreich. Beide Unternehmen sind international in der Entwicklung, Herstellung und im Vertrieb von Lagern für die globalen Automobil- und Industriemärkte tätig, wobei Fersa den Automotive- und NKE den Industrie-Bereich abdeckt.

Die Fersa Group ist mittlerweile mit vier Produktionswerken, sechs Vertriebszentren und vier Standorten für Forschung und Entwicklung – davon zwei in Europa und zwei in Asien – auf allen fünf Kontinenten vertreten. Mit ihren Vertriebsbüros und Handelspartnern ist die Gruppe nun in mehr als 86 Ländern präsent.

Positive zukünftige Entwicklung des Wälzlagerherstellers

Der Steyrer Wälzlagerhersteller NKE wird sich in Zukunft noch stärker auf vier strategische Branchen ausgerichten: mechanical drives, electrical drives, agritech und fluid technology. Bis 2020 will die Unternehmensgruppe die Umsatzgrenze von 100 Millionen Euro übertreffen.

Thomas Witzler, Geschäftsführer von NKE, sieht die zukünftige Entwicklung für sein Unternehmen positiv, denn 2017 konnte ein Umsatzwachstum von 20 % erreicht werden – ein um 13 Prozentpunkte größeres Wachstum als der globale Wälzlagermarkt. Auch der Auftragseingang 2017 lag 50 % über dem des Vorjahres, weshalb man für 2018 und 2019 von einem vergleichbaren Umsatz- und Marktwachstum ausgeht.

Wälzlager-Markt steht vor einem Umbruch

Allerdings wird der globale Wälzlagermarkt in den nächsten fünf bis zehn Jahren vor einem Umbruch stehen. „Vor allem der Automotive-Markt wird wegen des sich verstärkenden Trends hin zu Elektromobilität und dem daraus folgendem niedrigeren klassischen Lagerbedarf unter Druck geraten. Wir erwarten, dass die dadurch frei werdenden Kapazitäten sich vom Automotive- in den Industriebereich verschieben und für weiteren Preisdruck sorgen werden“, erklärt Witzler. Außerdem wandeln sich gerade klassische Automobilzulieferer immer mehr in Richtung Systemlieferant, also hin zu intelligenten, speziellen Systemen.

Deshalb investiert NKE stark in die Technologien von morgen. Da sich die klassische Wälzlagertechnologie in relativ engen Bahnen bewegt, wird profitables Wachstum langfristig nur noch in Nischen möglich sein. Deshalb fokussiert sich NKE auf die Entwicklung intelligenter Wälzlager wie zum Beispiel der des Sensorlagers.

Für die Zukunft plant NKE eine Profitabilität von mindestens 10 %. Witzler: „Das Ziel ist, neben Kundennähe auch Flexibilität und Schnelligkeit weiter zu erhöhen und 200 Millionen Umsatz in der Gruppe zu erwirtschaften. Dies soll sowohl durch organisches als auch anorganisches Wachstum mittelfristig realisiert werden.“

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