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Recyclingforschung Würzburger Forscher hauchen Kunststoffen neues Leben ein

| Redakteur: Peter Königsreuther

Eine neuartige Recyclinganlage von Erema erlaubt den Spezialisten des SKZ in Würzburg jetzt die Forschung an der Optimierung von Wiederaufbereitungsmöglichkeiten von Kunststoffabfällen.

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Übergabe des Recyclingextruders der Firma EREMA an das SKZ im Rahmen des Netzwerktags am 8. Mai in Würzburg. Im Bild von rechts nach links: Roland Huber (EREMA), Dr.-Ing. Marieluise Lang, Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian und Dr. rer. nat. Thomas Hochrein (alle SKZ)
Übergabe des Recyclingextruders der Firma EREMA an das SKZ im Rahmen des Netzwerktags am 8. Mai in Würzburg. Im Bild von rechts nach links: Roland Huber (EREMA), Dr.-Ing. Marieluise Lang, Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian und Dr. rer. nat. Thomas Hochrein (alle SKZ)
(Bild: SKZ)

Um neuen Problemstellungen und Anforderungen beim Recycling von Kunststoffabfällen gewachsen zu sein, gehen das SKZ und die Erema GmbH aus Ansfelden in Österreich, zukünftig gemeinsame Wege und bündeln ihre Kompetenzen.

Kompetenzen beim Kunststoffrecyceln gestärkt

Am SKZ steht deshalb ab sofort ein Erema-Recyclingextruder für Technikumsversuche zur Verfügung, wie es weiter heißt. Dr.-Ing. Marieluise Lang, Bereichsleiterin Materialien, Compoundieren, Extrudieren am SKZ, erklärt: „Durch die Inbetriebnahme der Maschine vom Typ Intarema 906 T/TE bauen wir unsere Kompetenzen im Bereich des Kunststoffrecyclings weiter aus.“ Die offizielle Übergabe der neuen Anlage an das SKZ erfolgte bereits im Rahmen des Netzwerktags am 8. Mai in Würzburg.

Fast alle Kunststoff-Reststoffarten sind verarbeitbar

Durch die variable Verfahrenskonfiguration können mit dem neuen Recyclingextruder verschiedenste Sorten und Arten von Kunststoffabfällen verarbeitet und damit untersucht werden, betonen die Experten. Außer gemahlenen oder geschredderten Polymerfraktionen sollen sich auch Folien als Inputmaterial eignen. Je nach Bedarf, wird die Polymerschmelze dabei während der weiteren Verarbeitung im Extruder entgast und vor der Granulierung über einen Doppelkolben-Rückspülfilter von Verunreinigungen befreit. Der mögliche Materialdurchsatz der Forschungsanlage liegt je nach Input im Bereich von 100 bis 250 kg/h.

Weiterbildung beim Recycling von Kunststoffen in Planung

Die Intarema 906 T/TE werde vor allem für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben zum Thema Recycling und Kreislaufwirtschaft genutzt. Sie wird aber auch Teil eines Weiterbildungskonzepts zum Thema „Recycling von Kunststoffen“ sein, das erstmals im Dezember 2019 in Würzburg angeboten wird. Weitere Infos zum Programm und zum Kursangebot stehen unter folgender Adresse zur Verfügung: Hier klicken.

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