Werkzeugmaschinen

XXL-Maschinen bescheren Lohnfertiger Großaufträge

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Ein Blick in den Maschinenpark beweist, dass in Jütland vor allem Größe gefragt ist. „Unsere neueste Karusselldrehmaschine von Dörries Scharmann war ausgelegt für Bauteile bis zu einem Umlaufdurchmesser von 6500 mm“, sagt Haco-Geschäftsführer Henning Albrechtsen. „Wir haben sie auf 7500 mm erweitert.“

Der eigentliche Start in die Welt der XXL-Maschinen geschah im Jahr 2000: Albrechtsen kauft eine große, gebrauchte Drehmaschine der Marke Schiess und erhält sofort seinen ersten Großauftrag. Gleichzeitig bekommt er Kontakt zur Starrag-Tochter Dörries Scharmann, die das Retrofit dieser Produktionsanlagen und danach auch zwei weiterer Schiess-Drehmaschinen übernimmt. Nach dem gleichen Rezept geht der Haco-Geschäftsführer bei den weiteren Investitionen vor. „Wir müssen immer erst die Maschine besitzen, um dann die Aufträge zu bekommen“, betont er.

Elf Karusseldrehmaschinen im Einsatz

Bei dem Lohnfertiger stehen mittlerweile elf Karusseldrehmaschinen in unterschiedlichen Größen (Umlaufdurchmesser von 1600 bis 7500 mm), von denen fast die Hälfte von Dörries Scharmann stammen. Dabei handelt es sich um eine gebrauchte und vier neue Maschinen (Dörries VC 2500, 3500, 4500, 6000 und 6500). Auf ihnen fertigt Haco fast alles komplett in einer Aufspannung. Dazu DST-Verkaufsleiter Hubert Erz: „Hier zeigt sich, dass sich Investitionen rechnen – nicht der Preis der Maschine ist entscheidend, sondern die erzielbaren Stückkosten.“

Zu den DST-Maschinen sagt Albrechtsen: „Wir haben sehr gute Erfahrung mit der Qualität, der Präzision und dem Service gemacht.“ Aber für ihn spiele auch der gute Name eine wichtige Rolle – etwa beim Auditieren durch die Inspektoren potenzieller Kunden oder beim Zertifizieren durch deutsche TÜV-Prüfer.

Den Maschinenstundensatz niedrig halten

Für Dörries Scharmann sind Lohnfertiger eine besondere Herausforderung. „Es geht darum, das Investitionsvolumen und damit den Maschinenstundensatz niedrig zu halten, damit der Job-shop seine Dienstleistung gut verkaufen kann“, erklärt der DST-Verkaufsleiter. „Außerdem ist sehr hohe Flexibilität gefragt, damit sich der Lohnfertiger auf verschiedenste Aufträge einstellen kann. Das ist ein schwieriger Balanceakt.“

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