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Kollaborations-Software

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| Autor: Melanie Krauß

Die neue Plattform Peoplegraph bildet nicht nur explizite Beziehungen ab, sondern will auch implizite Zusammenhänge nutzbar machen.
Die neue Plattform Peoplegraph bildet nicht nur explizite Beziehungen ab, sondern will auch implizite Zusammenhänge nutzbar machen. (Bild: Aurea)

Die neue Jive-Funktion Peoplegraph will die Arbeit und Zusammenarbeit von Beschäftigten effizienter gestalten, indem sie Zusammenhänge innerhalb des Unternehmens analysiert und graphenbasiert abbildet.

Der Softwareanbieter Aurea hat auf der Aurea Experience in New Orleans erstmalig seine neue Plattform Peoplegraph vorgestellt. Sie soll Teil der Kollaborationslösung Jive werden und analysiert mithilfe von Algorithmen Verbindungen zwischen Mitarbeitern und Inhalten. Dabei werden sowohl explizite hierarchische Beziehungen interpretiert als auch implizite Beziehungen zu Personen, die beispielsweise ähnliche Fähigkeiten oder Interessen haben.

Aurea-CEO Scott Brighton verglich Peoplegraph mit dem Gehirn eines Unternehmens, das die dynamischen Beziehungen innerhalb des Unternehmens versteht. Dadurch soll Peoplegraph beispielsweise in der Lage sein, in Echtzeit nützliche Dokumente oder Experten vorzuschlagen, während der Mitarbeiter an einem Projekt sitzt. Auch eine spezielle Suchfunktion, die nicht nur Schlagwörter mit einbezieht, sondern auch die Interaktionen der Beschäftigten berücksichtigt, soll helfen, relevante Inhalte schneller zu finden.

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Bis 2020 will Aurea diese und weitere Funktionen für Jive-Nutzer ausrollen. Darunter auch ein intelligentes Newsfeed, das zur Gewichtung von Informationen das zugrunde liegende Daten-Netzwerk nutzt. So sollen beispielsweise Meldungen von Kollegen, zu denen ein Mitarbeiter engere Beziehungen pflegt, stärker priorisiert werden.

Eine weitere Funktion, die demnächst kommen soll, ist eine Art digitales Tagebuch. Es nutzt Informationen aus verschiedenen Quellen und soll beispielsweise beim Planen von Meetings helfen. Wird ein Termin zu einem bestimmten Thema angesetzt, prüft Peoplegraph, für welche anderen Personen aus dem Unternehmen das Meeting noch interessant sein könnte. Umgekehrt wird wiederum abgeglichen, welcher Mitarbeiter möglicherweise seinerseits zum Meeting beitragen könnte.

Beispiel Joachim soll für sein Unternehmen eine neue Schulung konzipieren, die alle Mitarbeiter auf den aktuellsten Stand beim Thema Brandschutz bringt. Er legt einen entsprechenden Ordner an, in dem er sein bisheriges Material sammelt. Die Plattform könnte ihn nun auf verschiedene Faktoren hinweisen, die ihm beim Erstellen der Präsentation helfen könnten:
  • Im letzten Jahr hat Friedrich bereits eine Präsentation zum Thema Brandschutz erstellt und diese ist im Ordner XY zu finden.
  • Ute ist ein Ass, wenn es um Powerpoint-Präsentationen geht und konnte schon häufiger Kollegen weiterhelfen, wenn diese Probleme hatten.
  • Sebastian ist Mitglied bei der freiwilligen Feuerwehr und könnte Expertenwissen zum Thema haben.
  • Es ist nicht notwendig, dass Joachim seine Kollegen Friedrich, Ute und Sebastian persönlich kennt. Vielleicht hat ja die Kollegin Nina schon mal in einem Projekt mit einem der drei zusammengearbeitet und könnte ein geeigneter Vermittler sein. Doch auch wenn das nicht der Fall ist, hat Joachim gleich mehrere kompetente Ansprechpartner gefunden und muss nicht erst im Unternehmen herumfragen, wer zum Thema etwas wissen könnte. Stattdessen kann er sich direkt an die drei vorgeschlagenen Personen wenden.

    Was geschieht mit den Daten?

    Peoplegraph ist eine Plattform, die die verschiedenen Silos im Unternehmen aufbrechen und die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Abteilungen vereinfachen könnte. Doch gerade bei einer Anwendung, die so viel über die Mitarbeiter weiß, schrillen bei einigen bereits die Alarmglocken. So könnte das Tool beispielsweise genutzt werden, um die Arbeit der Beschäftigten zu überwachen und jeden ihrer Schritte digital nachzuverfolgen.

    Aurea nimmt das Thema Datenschutz sehr ernst, wie Katherine Evans, Vice President of Product Marketing bei Aurea, uns im persönlichen Interview mitteilte. Man wisse, dass darauf gerade in Deutschland viel Wert gelegt werde. Daher werden die Daten der Mitarbeiter auch nicht auf Servern in den USA, sondern direkt in Europa gespeichert. Auch unterstützt Aurea die jeweiligen Unternehmen dabei, die Daten ihrer Beschäftigten zu sichern und deren Privatsphäre zu schützen. Die Verantwortung für die konforme Nutzung der Daten liegt jedoch bei den Unternehmen selbst.

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    Die technische Grundlage für die graphenbasierten Datenstrukturen bildet Amazon Neptune. Amazon Neptune gehört zu den Amazon Web Services und wurde 2017 erstmalig gelauncht. Es handelt sich dabei um einen Graph-Datenbankservice, der die Speicherung von Milliarden von Verbindungen und eine schnelle Abfrage im Millisekundenbereich verspricht. Dadurch eignet sich die Datenbank unter anderem besonders für die Darstellung sozialer Beziehungen, Empfehlungen oder Wissensdiagramme.

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