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Zerspanung Zerspanungs-Newcomer füllt erfolgreich eine Nische

Autor / Redakteur: Matt Bailey / Mag. Victoria Sonnenberg

In der Maschinenbranche klein und neu sein, muss nicht heißen, auch unbedeutend zu sein. Nahe der Schweizer Grenze trat ein CNC-Fertiger den Beweis an und konnte sich in kurzer Zeit in der Branche etablieren. Die Wahl der Maschinen trug maßgeblich zum Erfolg bei.

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Zu den auf der UMC-750 produzierten Teilen gehören Chargen von je 200 Stück für die industrielle Messtechnik und ähnliche Mengen für Müllfahrzeuge. Die Teile werden alle automatisch geladen und größtenteils auf der Fünf-Achs-Maschine von Haas in einer Aufspannung bearbeitet.
Zu den auf der UMC-750 produzierten Teilen gehören Chargen von je 200 Stück für die industrielle Messtechnik und ähnliche Mengen für Müllfahrzeuge. Die Teile werden alle automatisch geladen und größtenteils auf der Fünf-Achs-Maschine von Haas in einer Aufspannung bearbeitet.
(Bild: Haas)

Im Jahr 2013 hat sich Jochen Schumacher seinen Traum von der Selbstständigkeit erfüllt und südlich von Stuttgart die Metallmanufaktur GmbH gegründet. Obwohl es sicherlich kein perfekter Standort für eine CNC-Fertigung war, ist es dem Unternehmen gelungen, als zuverlässiger, schneller und kostengünstiger Zulieferer regional und überregional eine lukrative Nische zu füllen.

„Wir begannen 2013 mit einem vertikalen CNC-Bearbeitungszentrum VF-2SS Super-Speed und einem universellen Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum UMC-750 von Haas“, erläutert Schumacher. Von Haas hatte er erstmals gehört, als er noch Leiter der mechanischen Fertigung bei Leica Biosystems, einem unweit von Heidelberg ansässigen Spezialisten für Medizintechnik, war.

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Haas-Maschinen waren Bedingung

„Obgleich ich während meiner Zeit bei Leica und danach als Fertigungsleiter am Bodensee nie die Gelegenheit hatte, Haas-Maschinen zu kaufen, war mir klar, dass, sollte ich jemals ein eigenes Unternehmen gründen, ich auf die Maschinen von Haas setzen würde.“ Zu Beginn musste Schumacher potenzielle Kunden noch per Kaltakquise finden, um die ersten Aufträge zu gewinnen. Damals suchte er im Internet und bei Ausstellern von Fachmessen, deren Produkte und Teile ihm für seine Fertigungsmöglichkeiten zu passen schienen. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Heute kommen die Kunden von selbst zu ihm, zumeist über Empfehlungen anderer Kunden. Fast jede Woche werden es mehr Kontakte, sodass sich die Metallmanufaktur auf ein benachbartes Gebäude erweitert hat.

Anfang 2015 konnte das Unternehmen eine Kooperation mit dem regionalen Haas Factory Outlet (HFO) Katzenmeier starten und einen Ausstellungsraum eröffnen.

Kurz vor der feierlichen Eröffnung hatte die Metallmanufaktur im März 2015 ein zweites universelles Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum UMC-750 von Haas erworben, das zudem mit einem automatischen Beladesystem ausgestattet ist.

„Wir suchten eine Maschine, die den ganzen Tag, über Nacht oder an Wochenenden unbeaufsichtigt laufen konnte. In dieser Region ist es schwer, einen gut ausgebildeten und qualifizierten Maschinenbediener zu finden“, meint Schumacher.

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