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VDI-Wissensforum

Zertifikatslehrgang „Fachingenieur Additive Fertigung“ geht in die zweite Runde

| Redakteur: Simone Käfer

Das Einarbeiten in die Additive Fertigung mal so nebenbei ist nun vorbei. Denn der Lehrgang „Fachingenieur Additive Fertigung“ geht weiter.

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Es geht rund: Die additive Fertigung verändert ganze Entwicklungs- und Produktionsprozesse. dafür braucht es gut ausgebildete Mitarbeiter.
Es geht rund: Die additive Fertigung verändert ganze Entwicklungs- und Produktionsprozesse. dafür braucht es gut ausgebildete Mitarbeiter.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Die additive Fertigung wird etablierte Prozesse in der Produktentwicklung und Produktion beeinflussen, wenn nicht gar gänzlich verändern. Laut den Unternehmensberatern von Ernst & Young nutzten bereits 2016 rund 40 % der deutschen Unternehmen additive Fertigungstechniken und 3D-Druck. Auf lange Sicht dürfte die gesamte Industrielandschaft betroffen sein. Dieser zunehmenden Bedeutung nimmt sich der Zertifikatslehrgang „Fachingenieur Additive Fertigung VDI“ an, den das VDI-Wissensforum gemeinsam mit Branchenexperten als Qualifizierungslehrgang entwickelt hat. Dieser startet im September zum zweiten Mal und besteht aus vier Pflicht und drei Wahlpflichtmodulen. Der Lehrgang gibt einen Überblick über den gesamten Prozess der additiven Fertigung: Von der Bauteilauswahl, über die Wahl der Fertigungsart und Konstruktion bis hin zur Implementierung von additiver Fertigung im Unternehmen. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Zertifikatsprüfung sind die Teilnehmer berechtigt den Titel „Fachingenieur Additive Fertigung VDI“ zu führen.

Die Themen der Pflichtmodule

Die Pflichtmodule legen den Wissensgrundstock zur additiven Fertigung. Teilnehmer lernen verschiedene Verfahren, Materialien und Unterschiede in den Prozessketten kennen. Dabei thematisiert die Weiterbildung sowohl technische, als auch wirtschaftliche, rechtliche und soziale Aspekte. Die Reihenfolge der Einzelmodule kann flexibel gewählt werden.

  • Additive Fertigungsverfahren – Metall
  • Additive Fertigungsverfahren – Kunststoff
  • Konstruktion für additive Fertigungsverfahren
  • Implementierung additiver Fertigungsverfahren in der industriellen Praxis

Wahlpflichtmodule für die individuelle Vertiefung

In den Wahlpflichtmodulen sind individuelle Vertiefungen möglich. Das Themenspektrum reicht von der Übertragung biologischer Lösungen auf die Technik, über Kosten- und Projektmanagement bis hin zu systematischen Problemanalysen. Nach dem Lehrgang kennen die Teilnehmer verschiedene Einsatzgebiete, Anforderungen aber auch Grenzen der additiven Fertigung. Sie lernen den Umgang mit speziellen Software- und IT-Lösungen, können die Wirtschaftlichkeit von additiven Fertigungsverfahren bewerten und diese in Unternehmen implementieren.

Die Themen der Wahlpflichtmodule:

  • Bionik als Methode zur Ideengenerierung
  • Leichtbau von Bauteilen mit bionischen Methoden
  • Ingenieure senken Kosten
  • Technische Projekte leiten
  • Bauteile robust auslegen und effizient erproben
  • Gussteilgestaltung in der Praxis
  • Root Cause Analysis

Inwiefern additive Fertigungsverfahren die gesamte industrielle Produktion beeinflusst und wie diese in Zukunft aussieht, beschäftigt auch die Experten auf der 6. VDI-Fachkonferenz „Additive Manufacturing 2018“ am 12. und 13. September in Duisburg.

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Dieser Beitrag erschien zuvor bei unserem Schwestermagazin Devicemed.

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