Sonderschau Systempartner Zulieferer machen ihren Wertschöpfungsanteil deutlich

Redakteur: Josef-Martin Kraus

In Deutschland sind die Zulieferer für rund 70% der Wertschöpfung eines Automobils verantwortlich. Dieser hohe Anteil soll im Sonderausstellungsbereich Systempartner verdeutlicht werden. Zur Veranschaulichung der Verhältnisse stehen Großexponate im Rampenlicht, die auch die komplexen Mechanismen der Zusammenarbeit zwischen Zulieferer und OEM im Maschinenbau offenlegen.

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Bei Automobilen sind Zulieferer für 60% der Innovationen verantwortlich. Das veranschaulichte man bereits auf der Sonderschau Systempartner im vergangenen Jahr. Bild: Deutsche Messe AG
Bei Automobilen sind Zulieferer für 60% der Innovationen verantwortlich. Das veranschaulichte man bereits auf der Sonderschau Systempartner im vergangenen Jahr. Bild: Deutsche Messe AG
( Archiv: Vogel Business Media )

Wie in der Automobilindustrie haben sich die Zulieferer im Maschinenbau zu Baugruppen- und Systemlieferanten entwickelt, die mehr als nur Lohnfertigung bieten. Das werden Zulieferer wie Cortexon, MBH Maschinenbau & Blechtechnik, Epro, VDL und Jüke Systemtechnik im Rahmen der Sonderschau zeigen, zum Beispiel an kompletten Produktionsmaschinen, damit ihr Wertschöpfungsanteil „ins Auge springt“.

Zulieferkette wirkt bis in die Maschinenkonstruktion

Heutzutage beginnt die Verantwortung bereits bei der bei der Maschinenkonstruktion. Spätestens ab der fertigungstechnischen Auslegung werden Zulieferer einbezogen, wobei mancher Aussteller auf der Sonderschau diesen Zeitpunkt für zu spät findet: In der Zulieferkette komme die Innovationsfähigkeit von Metallbe- und -verarbeitern zu wenig zum Tragen.

Ganz im Gegenteil zu den Zulieferern der Automobilindustrie. Auf sie entfällt in Deutschland etwa 60% der Innovationen bei Automobilen. Im Gegensatz zum Maschinenbau müssen sie dazu meist jedoch in Vorkasse treten.

Zulieferer wollen belastbare Zusammenarbeit

In wirtschaftlich guten Zeiten mag das genügen; doch in einer Krise, wie sie die Zulieferer jetzt erleben, fehlen die dafür erforderlichen größeren Rücklagen. Daher werden auf der Sonderschau nicht nur technische Innovationen im Vordergrund stehen, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kettengliedern.

Angestrebt werden weitere Rationalisierungseffekte. Dabei stößt man jedoch in der Fertigung vielerorts schon an Grenzen. Folglich rückt die Komponenten- und Systementwicklung ins Blickfeld von Prozessgestaltern.

Einen weiteren Ansatz sieht man in der Beschaffung von Halbzeug und Rohstoffen. So wird auf der Subcontracting mit Sicherheit die Rolle der Automobilhersteller zur Diskussion gestellt: Die letzten Glieder von Zulieferketten – so heißt es – müssen deutlich stärker ein Zukunftsgestalter sein.

Sonderschau Systempartner, Halle 4

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