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Feinguss Blank Zwei Roboter übernehmen gemeinsam den Gießprozess

| Redakteur: Stéphane Itasse

Mit einer neuartigen Fertigungszelle hat es Feinguss Blank geschafft, beim Abguss das zeitgleiche Handling der Keramikschale und der Schmelze von Robotern ausführenzu lassen.

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Die hohen Temperaturen beim Gießen haben zu den besonderen Herausforderungen für den Robotereinsatz gehört.
Die hohen Temperaturen beim Gießen haben zu den besonderen Herausforderungen für den Robotereinsatz gehört.
(Bild: Feinguss Blank)

Diese Vorgehensweise ist weltweit einzigartig, wie Feinguss Blank weiter mitteilt. Ziel war laut Ralf Jedrysiak, Leiter des Fertigungsabschnitts Guss bei Blank, in diesem körperlich anstrengenden Arbeitsbereich eine Entlastung für die Mitarbeiter zu schaffen. Darüber hinaus ermöglicht die Standardisierung der Abläufe eine Wiederholgenauigkeit, die sich in Qualität und Geschwindigkeit niederschlägt.

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Die Fertigungszelle wird im Serienbetrieb von nur einem Fertigungsmitarbeiter gesteuert. Dieser sorgt zunächst für die Bereitstellung der Schalen, die in einem Rundofen innerhalb der Zelle vorgeheizt werden. Parallel dazu wird die Schmelze für den Abguss vorbereitet. Nach der Überprüfung des flüssigen Metalls Labor, kann der Gussprozess beginnen, den der Mitarbeiter außerhalb der Gusszelle per Knopfdruck startet. Ab diesem Zeitpunkt arbeiten die Roboter autonom.

Roboter handhaben 1600 °C heiße Schmelze

Nach dem Startsignal greift der erste Roboter nach dem Tiegel mit der Schmelze, auf dem der zweite Roboter die circa 900 bis 1150 °C heiße Schale platziert. Im Anschluss drehen beide Roboter synchron den Tiegel und die Schale, sodass die circa 1600 °C heiße Schmelze in die Schale läuft. Dabei ist die Koordination und die synchrone Bewegung zweier Roboter im Gussprozess laut Jedrysiak eine besondere Herausforderung.

Neben der Schale, musste auch die Abstimmung der Roboter aufeinander, sowie die Zuführung der Schmelze und das automatisierte Abstellen der Schalen bis ins Detail geplant und eingestellt werden. Jedrysiak bewertet die entwickelte Gusszelle nach zwei Jahren Entwicklungszeit als serienreif. Dennoch biete die Roboterzelle noch Spielraum für Erweiterungen und Optimierungskonzepte. Derzeit arbeite die Entwicklung beispielsweise an der Verfeinerung des Greifkonzeptes, aber auch an der Automatisierung der Logistiktätigkeiten..

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