Zerspaner legen großen Wert auf die Komplettbearbeitung, also auf Maschinen, die das Drehen, Fräsen und weitere integrierte Prozesse beherrschen. Index hat dies schon vor Jahren erkannt und dementsprechend sein Maschinenangebot angepasst.
Zur technologischen Spitzenklasse zählt insbesondere die neukonstruierte Index-G-Baureihe – von der kleinen Index G220 über die G320 und G420 bis zum größten und leistungsstärksten Modell, der Index G520. Für den Erfolg dieser Maschinen steht in erster Linie ihr durchgängiges Konzept: Dazu gehören ein steifes Maschinenbett in Mineralguss-Blockbauweise sowie großzügig dimensionierte Linearführungen in X- und Z-Achsen. Diese Basis sorgt für die nötigen Stabilitäts- und Dämpfungseigenschaften, wie sie in der Schwerzerspanung verlangt werden.
Ein besonders erfolgreiches Modell ist die Index G420, die in der optionalen Langversion eine Drehlänge von bis zu 2.300 Millimetern erlaubt. Beide Arbeitsspindeln (Haupt- und Gegenspindel) sind fluidgekühlt und bieten einen Stangendurchlass von 102 Millimetern. Die maximale Spannfuttergröße beträgt 400 Millimeter. Die Motorspindeln der Haupt- und Gegenspindel stehen durch ihre hohe Dynamik, Leistung (43 Kilowatt bei 40 Prozent ED) und Drehmoment (1.000 Newtonmeter bei 40 Prozent) für eine sehr produktive Drehbearbeitung.
Ein besonderes Merkmal der Index G420 ist der Z-Achsen-Schlitten mit der Motorfrässpindel und der hydrodynamisch gelagerten Y/B-Achse. Er ist als Portal symmetrisch ausgestaltet und oberhalb der Drehachse angeordnet. Mit dem leistungsstarken Antrieb (max. 26 Kilowatt, 150 Newtonmeter und 12.000 Umdrehungen pro Minute) sowie mit der über einen Torquemotor direkt angetriebenen und hydrodynamisch gelagerten B-Achse lassen sich die unterschiedlichsten Bohr- und Fräsbearbeitungen durchführen. Mit einem Y-Hub von ± 170 Millimetern, einem Schwenkbereich der B-Achse von ± 115 Grad sowie einem großen X-Verfahrweg von 750 Millimetern können darüber hinaus auch alle Geometrien bis hin zur 5-Achs-Bearbeitung problemlos und produktiv hergestellt werden.
Durch den großen Arbeitsraum der Index G420 und den Abstand zwischen Haupt- und Gegenspindel kann kollisionsunkritisch mit der Motorfrässpindel und den Werkzeugrevolvern zeitgleich an der Haupt- und Gegenspindel bearbeitet werden.
(Bild: Index Werke)
Mit der Motorfrässpindel und den beiden Revolvern – mit jeweils zwölf Werkzeugaufnahmen VDI 40 – kann die Index G420 auf insgesamt drei Werkzeugträger zugreifen, was ihr auf dem Markt ein absolutes Alleinstellungsmerkmal verleiht. Die Motorfrässpindel bedient sich dabei hauptzeitparallel aus einem integrierten Werkzeugmagazin, das Platz für 58 oder 115 Werkzeuge (HSK T63 oder Capto C6) bietet. Im Standard können Werkzeuge mit einem Gewicht bis zehn Kilogramm und einer Länge von 500 Millimetern genutzt werden. Damit ist auch der Einsatz von lang auskragenden Werkzeugen kein Problem, was insbesondere für die mehrachsige Bearbeitung Vorteile bietet.
Ein überzeugter Anwender der Index G420 ist die Schweizer Knoepfel AG, bekannt bei vielen führenden Unternehmen der Branchen Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Energietechnik. Der Zerspanungsdienstleister ist eine der ersten Adressen, wenn es um die Herstellung von anspruchsvollen Bauteilen geht. Das Spektrum reicht von relativ kleinen Teilen für PET-Injektionswerkzeuge bis zu großen, hochpräzisen Lagergehäusen für Schiffsdieselmotoren. Außerdem fertigt Knoepfel Schwenkbrücken für 5-Achs-BAZ, zahlreiche Schlüsselkomponenten für die Luft- und Raumfahrtindustrie aus Stahl, Titan und schwer zerspanbaren Aluminiumlegierungen.
Für die großen Teile setzt Knoepfel seit vielen Jahren auf Index-Maschinen. So befinden sich acht GU-CNC-Drehzentren von Index im Maschinenpark. Das sind zwar nicht mehr die jüngsten Modelle, aber die Verantwortlichen schätzen sie unter anderem wegen ihrer Langzeitgenauigkeit. Sie erreichen beispielsweise bei einem Drehdurchmesser von 600 Millimetern noch immer eine Rundheit unter zwei Mikrometern.
Um an der technologischen Spitze der Zerspanung mithalten und auch komplexe Anforderungen in einer Aufspannung umsetzen zu können, setzt Knoepfel seit Kurzem auf Dreh-Frästechnik in Form der Index G420.
Die Revolverlünette kommt uns bei der Bearbeitung großer, anspruchsvoller rohrförmiger Bauteile entgegen. Durch die Abstützung entstehen für uns zusätzliche Fertigungsmöglichkeiten.
Anton Bischofberger, Geschäftsführer Knoepfel
Auch die Präzision ist für Knoepfel von größter Wichtigkeit. Das Zerspanungsteam erreicht mit der Index G420 Rundheits- und Positionswerte kleiner zwei Mikrometer sowie Durchmessertoleranzen im Bereich von zwei Mikrometern. Bei einer Werkstückübergabe von der Haupt- auf die Gegenspindel werden Rundlauf-, Koaxialitäts- und Planlauftoleranzen von 0,02 Millimetern eingehalten.
Stand: 08.12.2025
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Anton Bischofberger freut sich über die Perspektiven, die das Dreh-Fräszentrum Index G420 eröffnet: „Bereits kurze Zeit nach Inbetriebnahme sind erste Kundenanfragen eingegangen, die ein ergänzendes Schleifen und Verzahnen betreffen. Damit erschließen wir uns weiteres Marktpotenzial, das wir sonst nicht mit dieser Effizienz abdecken könnten.“