Wertvolle AM-Antworten So gelingt die Integration der additiven Fertigung sicher

Quelle: Pärtel-Peeter Kruuv / Partstogo 6 min Lesedauer

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Die Experten von „PartsToGo“ haben festgestellt, dass die Einbindung additiver Fertigungsverfahren in bestehende Abläufe nicht immer gelingt. Sie kennen die Gründe, wissen aber auch, wie man das richtig anpackt ...

Bei der Einführung der additiven Fertigung haben einige Unternehmen in der Vergangenheit Fehler gemacht, wie „PartsToGo“ weiß. Hier erklären die Experten, warum und wie diese Fehler gemacht wurden. Aber sie können auch dabei helfen, dass Unternehmen diese in Zukunft vermeiden ...(Bild:  „PartsToGo“)
Bei der Einführung der additiven Fertigung haben einige Unternehmen in der Vergangenheit Fehler gemacht, wie „PartsToGo“ weiß. Hier erklären die Experten, warum und wie diese Fehler gemacht wurden. Aber sie können auch dabei helfen, dass Unternehmen diese in Zukunft vermeiden ...
(Bild: „PartsToGo“)

In den vergangenen zwei Jahrzehnten beschäftigten sich zahlreiche Unternehmen damit, die additive Fertigung (englisch: Additive Manufacturing = AM) in ihre Produktionsstrategien zu integrieren. Einige waren erfolgreich, andere gaben auf. Wieder andere kämpfen noch immer mit denselben Herausforderungen wie vor zehn oder fünfzehn Jahren. Die Ursachen für das Scheitern liegen selten in der Technologie selbst, sondern vielmehr an unrealistischen Erwartungen, mangelndem Vorwissen sowie an organisatorischen, wirtschaftlichen und qualitätsbezogenen Hürden. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten und zertifizierten Dienstleistern in puncto additive Fertigung kann aber dabei helfen, diese Hindernisse von Anfang an zu überwinden. Und wer heute auf die industrielle Nutzung von additiver Fertigung blickt, erkennt, dass sich Unternehmen hinsichtlich der Technologieeinführung meist einer von drei verschiedenen Entwicklungsgruppen zuordnen lassen ..:

Warum manche beim 3D-Druck hinterherhinken

  • Gruppe 1: Zu ihr zählen Unternehmen, die die additive Fertigung vollständig industrialisiert haben. Für sie ist 3D-Druck längst kein Innovationsprojekt mehr, sondern ein regulärer Bestandteil der Produktion. Führende Unternehmen der Luft- und Raumfahrt sind in dieser Gruppe. Sie betrachten den 3D-Druck deshalb nicht als Sonderfall, sondern als selbstverständlichen Baustein ihrer globalen Fertigungsstrategie;
  • Gruppe 2: Im Gegensatz zur ersten besteht diese Gruppe aus Playern, die zwar frühzeitig in die additive Fertigung investierten, aber dann ist ihre Strategie ins Stocken geraten. Viele von ihnen gaben vor fünf bis acht Jahren erhebliche Summen für die Einführung des 3D-Drucks aus. Sie entwickelten Prozesse und optimierte Bauteile, die teilweise noch heute gedruckt werden. Doch inzwischen stoßen jene an die Grenzen wegen zu hohen Kosten und wegen der starken Herstellerbindung der proprietären Ökosysteme, in die sie zu Beginn investierten. Die Strukturen bremsen zugleich weitere Investitionen in die Modernisierung der Anlagen, oder die Weiterentwicklung von Prozessen, weil die die Anwendungsfälle aufgrund der historisch gewachsenen Kostenstrukturen weiterhin als selten und weit verstreut erscheinen;
  • Gruppe 3: Die letzte Gruppe setzte bereits vor zehn bis fünfzehn Jahren auf die additive Fertigung. Das geschah basierend auf den damaligen Versprechen der Anbieter. Die Gruppenmitglieder haben dabei vielleicht sogar sechsstellige Beträge in Anlagen investiert, die heute ungenutzt in Lagerhallen stehen. Die wirtschaftlich sinnvollen Anwendungsfälle für ihre spezifischen Anforderungen waren damals möglicherweise aufgrund mangelnder Erfahrung, hoher Kosten oder unzureichender Zuverlässigkeit der Anlagen und der gedruckten Produkte begrenzt, oder schlicht noch gar nicht vorhanden. Heute sieht die Situation anders aus. Dennoch wirkt der „bittere Nachgeschmack“ dieser Fehlinvestitionen nach. Den 3D-Druck erneut auf die Agenda zu setzen, erfordert deshalb ein Maß an Unterstützung auf höchster Führungsebene, was aber oft nur schwer zu gewinnen ist.

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