Wertvolle AM-Antworten

So gelingt die Integration der additiven Fertigung sicher

< zurück

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Wieso Qualitätsstandards zum Erfolgsfaktor werden

Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Denn der gesammelte Wissensschatz und die bewährten Verfahren sind mittlerweile zunehmend zugänglich – unter anderem, weil Druckerhersteller ihre Erfahrungen offener weitergeben können. Auch sind die spezifischen Stärken und Grenzen der 3D-Druck-Technologie nun weithin bekannt. In Verbindung mit verschiedenen Fortschritten bei Druckverfahren und Materialien lassen sich Bauteilen nun sogar per additiver Fertigung in der Massenproduktion einsetzen. Der Aufbau von internem Fachwissen, die Entwicklung von Standards und die Konzeption von Bauteilen, die von Anfang an speziell für die additive Fertigung ausgelegt sind, stellen aber auch immer höhere Anforderungen an die Mitarbeiter, die diese Teile tatsächlich drucken und nachbearbeiten sollen. Das gilt insbesondere bei Industriekunden, die von der additiven Fertigung mittlerweile dieselben Qualitäts- und Konformitätsstandards erwarten wie von klassischen Produktionsverfahren. Die entscheidende Frage lautet deshalb heute, ob die gesamte Prozesskette zuverlässig reproduzierbar sowie dokumentier- und überprüfbar bleibt.

Viele brauchen gar keine eigenen 3D-Drucker

Vor diesem Hintergrund gewinnen Zertifizierungen zunehmend an Bedeutung. Standards wie die ISO 9001 für das Qualitätsmanagement oder die ISO 14001 für das Umweltmanagement schaffen dazu die organisatorische Grundlage, um stabile Prozesse zu etablieren. In besonders anspruchsvollen Branchen kommen zusätzliche Anforderungen hinzu – etwa die EN 9100 in der Luft- und Raumfahrt. Die Unternehmen, die die additive Fertigung heute erfolgreich einsetzen, unterscheiden sich deshalb von vielen Nachzüglern vor allem dadurch, dass sie genau diese Prozesse erfolgreich eingeführt haben. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für den Aufbau des gesamten erforderlichen Fachwissens stellt wiederum Unternehmen der zweiten und dritten Gruppe vor die grundlegende Frage, ob zwingend eine Inhouse-Fertigung geschaffen werden muss. In vielen Fällen lautet die Antwort heute nämlich schlicht und einfach: nein! Denn letztlich ist die Erkenntnis über das Potenzial der additiven Fertigung und der Zugang zu einer leistungsfähigen und qualitätsgesicherten Produktion entscheidend und nicht der Besitz der Maschine respektive des 3D-Druckers selbst.

Die richtigen 3D-Druck-Partner sparen Geld und Zeit

Genau bei diesem Aspekt kommen spezialisierte und entsprechend zertifizierte AM-Dienstleister ins Spiel. Denn sie verfügen bereits über qualifizierte Systeme, validierte Prozesse, geschultes Personal und die erforderlichen Qualitätsnachweise, damit sich jene aus den Gruppen 2 und 3 leichter tun. Die Unternehmen erhalten dadurch nämlich den Zugang zur industriellen additiven Fertigung, ohne selbst erhebliche Investitionen in Infrastruktur, Qualifizierung und Zertifizierungen tätigen zu müssen. In einer Zeit von „Same Day Delivery“ und der Rückverlagerung globaler Lieferketten können sich Unternehmen so wieder auf das konzentrieren, was wirklich zählt – ihre Kernkompetenzen und die Entwicklung innovativer Produkte und Geschäftsmodelle.

* Pärtel-Peeter Kruuv ist Leiter Aerospace bei der „PartsToGo“ GmbH

(ID:50907730)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung