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Dabei betrachtet der Geschäftsführer differenziert und sieht 3D-Drucken nicht als Substitutionsmöglichkeit, sondern als Ergänzung: „Es wird Bauteile geben, bei denen es viel mehr Sinn macht, sie zu gießen oder im Kunststoffbereich zu spritzen. Bei anderen Bauteilen ist es besser, diese additiv im 3D-Druck zu fertigen.“
Vorteile für die additiven Techniken sieht Keppler besonders im Bereich Leichtbau. Beispielsweise kann dadurch das Gewicht von Flugzeugen reduziert werden, was zu Kerosineinsparungen führt. Auch bei Materialien, die schwer zusammenzusetzen sind, würden sich neue Möglichkeiten eröffnen. Überall, wo es um geringe Stückzahlen und Varianzen geht, hat nach Kepplers Aussagen die 3D-Technik Vorteile, denn für ein Spritzgusswerkzeug müssten 20.000 bis 25.000 Euro investiert werden.
Als Nachteil führt er an, dass sich Ingenieure zunächst mit dem neuen Verfahren auseinandersetzen müssen. Dabei konkurriert der 3D-Druck mit Verfahren, die schon mehr als 100 Jahre bekannt sind. Hier existiert ein riesiger Erfahrungsschatz. Gerade in der Luftfahrtindustrie müssen Garantien über 15 bis 20 Jahre gegeben werden. Dabei ist das Ziel von EOS, diese Technik zur Serienreife zu entwickeln.
Hierzu bemerkt Keppler: „Wir messen uns mit Verfahren wie Drehen, Fräsen und Schleifen sowie Gießen und lassen auch den Vergleich der Anforderungen von Industriekunden an diese Technologien zu.“
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