Keramischer 3D-Druck Ein Hidden Champion auf der Hannover Messe 2026

Quelle: Sinto Advanced Ceramics 3 min Lesedauer

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In Halle 17 findet man noch bis zum 24. April den ehemals Bosch Advanced Ceramics heißenden Aussteller Sinto Advanced Ceramics, für den additive Fertigung ein Enabler ist und kein Experiment ...

Besonderes Know-how. Sinto Advanced Ceramics Europe gehörte einst zur Bosch-Gruppe und ist Spezialist für den 3D-Druck von hoch präzisen Bauteilen aus technischer Keramik. Das will man auf der Hannover Messe 2026 in Halle 17 auch praxistauglich demonstrieren ...(Bild:  Sinto Advanced Ceramics)
Besonderes Know-how. Sinto Advanced Ceramics Europe gehörte einst zur Bosch-Gruppe und ist Spezialist für den 3D-Druck von hoch präzisen Bauteilen aus technischer Keramik. Das will man auf der Hannover Messe 2026 in Halle 17 auch praxistauglich demonstrieren ...
(Bild: Sinto Advanced Ceramics)

Additive Fertigung ist längst mehr als ein Trend, stellen die Experten und Hannover-Messe-Aussteller von Sinto Advanced Ceramics Europe aus Immenstadt fest. Doch außerhalb der Branche bleibe vieles quasi unsichtbar – selbst in einem Industrienation, wie Deutschland. Und wenn heute über 3D Druck gesprochen wird, geht es auch meist nur um bunte Alltags-Gadgets, Hobbyprojekte oder schnelle Designstudien. In sozialen Netzwerken dominieren deshalb gedruckte Drachen, Spielzeug oder Halterungen für den Haushalt das Geschehen, heißt es weiter. Sogar im industriellen Kontext wird die additive Fertigung oft nur auf die Rolle des Prozesses für die Prototypenfertigung reduziert – alles also ganz nützlich, aber nicht tragfähig für die Serie. Diese Wahrnehmung greift laut Sinto aber viel zu kurz. Denn abseits des medialen Hypes habe sich die additive Fertigung in spezialisierten Anwendungsfeldern nämlich längst zu einer ernstzunehmenden industriellen Produktionsalternative entwickelt. Das gilt laut Sinto besonders dort, wo konventionelle Verfahren an physikalische, geometrische oder wirtschaftliche Grenzen stoßen. Genau diese Realität rückt auf der Hannover Messe in den Fokus – auch wenn sie bislang kaum öffentliche Aufmerksamkeit erfährt.

Keramische 3D-Druck-Komponenten sind wichtig, aber fast unsichtbar

Eine dieser hochspezialisierten Nischen in Sachen additive Fertigung ist demnach der 3D Druck technischer Keramik. Im Vergleich zu Kunststoffen oder Metallen stelle Keramik aber deutlich höhere Anforderungen an Materialhandling, Prozessstabilität und Qualitätssicherung. Gleichzeitig bietet sie aber Eigenschaften, die in vielen industriellen Anwendungen unverzichtbar sind: Elektrische Isolation, hohe Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit sowie eine außergewöhnliche Formstabilität unter Belastung, wie Sinto aufzählt. Und vor allem in Bereichen wie der Medizintechnik, der Halbleiterfertigung, der Luft und Raumfahrt oder im Maschinen- und Anlagenbau reiche Prototyping alleine nicht mehr aus. Dort, so Sinto weiter, zählen reproduzierbare Toleranzen, langfristige Prozessstabilität und die Fähigkeit, auch komplexe Geometrien zuverlässig in Serie zu fertigen. Die additive Fertigung werde dort also relevant, wo klassische, werkzeuggebundene Prozesse an ihre Grenzen stoßen würden – sei es durch Miniaturisierung, komplexe innen liegende Strukturen oder kombinierte Funktionsanforderungen. Und während in der öffentlichen Debatte häufig vom Innovationsverlust des Standorts Deutschland die Rede ist, entstehen vor allem in solchen Nischen Möglichkeiten mit globaler Relevanz. Wer es nicht weiß: Die heutige Sinto Advanced Ceramics Europe GmbH wurde 2016 als Corporate Start-up innerhalb der Bosch-Gruppe gegründet und entwickelte sich Schritt für Schritt vom internen Entwicklungsprojekt unter dem Namen Cerix zu einem eigenständigen Auftragsfertiger für additiv gefertigte technische Keramik.

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