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Gesägt, gelöst! 3D-Druck-Teile materialsparend von der Grundplatte trennen

Redakteur: Peter Königsreuther

Behringer beschreibt in diesem Beitrag, was die HBE320-523 3D und ihre Schwester LPS-T 3D für Anwender bringen können, die Metall- oder Kunststoffteile auch additiv fertigen.

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Behringer bringt mit den zur neuen 3D-Serie gehörenden Hochleistungssägen HBE320-523 3D und LPS-T 3D zwei Systeme auf den Markt, die für das saubere, präzise und materialeffiziente Absägen von additiv gedruckten Bauteilen von deren Grundplatte ausgelegt sind. Hier eine der Sägen bei einem Versuchsschnitt.
Behringer bringt mit den zur neuen 3D-Serie gehörenden Hochleistungssägen HBE320-523 3D und LPS-T 3D zwei Systeme auf den Markt, die für das saubere, präzise und materialeffiziente Absägen von additiv gedruckten Bauteilen von deren Grundplatte ausgelegt sind. Hier eine der Sägen bei einem Versuchsschnitt.
(Bild: Behringer)

Die beiden neuen Sägen sind dabei im Zuge der 100-Jahr-Feier zu Behringers Bestehen entwickelt worden, heißt es. Sie gehören nun zur sogenannten 3D-Serie des Baden-Württemberger Maschinenbauers, der seinen Sitz in Kirchardt nahe Heilbronn hat.

Warum hat Behringer sein Portfolio um die 3D-Serie ergänzt? Ganz einfach, sagen die Experten, weil die Additive Fertigung immer stärker in alle relevanten Branchen Einzug hält. Additiv, oder auch generativ hergestellte Komponenten werden bei ihrer Entstehung auf einer aus dem selben Material wie sie bestehenden Platte aufgebaut. Trotz aller designerischen Freiheit, die der 3D-Druck bringt, müssen die Bauteile später von dieser Platte möglichst sauber, schonend, materialsparend und präzise gelöst werden. Materialsparend deshalb, weil auch wertvolle Metalle gedruckt werden.

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Das Abtrennen der Bauteile von ihrer Grundplatte ist folglich die Domäne der beiden Behringer-Hochleistungsneulinge, heißt es weiter. Beide Sägesysteme sollen den oben genannten Anforderungen bestens genügen.

Präzise abgesägt – in jeder Dimension

Das bearbeitbare Werkstoffspektrum reicht laut Behringer von Stahl und Aluminium bis hin zu Titan- und Nickelbasislegierungen oder Kunststoffen. Die Sägen sollen alle additiv gefertigten Teile in unterschiedlichsten Größen präzise abtrennen können. Flexibel seien die Systeme, weil die Grundplatte nach Kundenwunsch konzipiert werden könne.

Die HBE320-523 3D hat Behringer auf der bereits bestehenden HBE-Dynamic-Serie aufgebaut. Sie bietet eine Vorrichtung zum Sägen kleinerer und mittlerer Bauteile bis 500 mm × 300 mm Grundfläche. Sie gilt als kompakt und leicht zu rüsten.

Was die Bearbeitung größerer Bauteile anbelangt, so verweist Behringer auf die Vertikalbandsäge LPS-T 3D. Denn die Vertikalbauweise mit frei zugänglichem Arbeitstisch erleichtert das Be- und Entladen per Kran, erklärt Behringer. Das servomotorisch bewegte Vorschubsystem spiele seine Vorteile beim Sägen von Stahl und schwer zerspanbaren Metallen aus. Der Vorschub wird als gleichmäßig beschrieben, was für einen ruhigen und stabilen Sägevorgang sorgt. Das schone das Sägeband und erhöhe die Schnittleistung.

Beide 3D-Serien-Modelle haben zur Präzisionserhöhung eine Schnittverlaufsüberwachung mit programmierbaren Toleranzen in petto, betont der Hersteller. Auch gedruckte Bauteile mit relativ wenigen Stützstrukturen, die labiler seien, könnten so sicher bearbeitet werden. Flexibilitätssteigernd wirkt sich auch das Angebot aus unterschiedlichen Kühl- und Schmiersystemen. So kann auf jeden Werkstoff optimal reagiert werden, heißt es.

Sicher und einfach zu rüsten

Die Sägevorrichtung beider Anlagen ist verfahrbar, führt Behringer weiter aus, was das Handling und das Beladen vereinfacht. Die Sägen verfügen über ein Nullpunkt-Anschlagsystem, das ein manuelles Positionieren überflüssig macht. Ausgerichtet ist es auf die Druckplatte, wodurch der schwenkbare Nullanschlag die Einrichtzeit und Fehlerquellen minimiert, so Behringer. Beide Hochleistungssägen sind zur Sicherheit des Bedieners umhaust und verfügen über eine Absauganlage für Öle, Aerosolnebel, Dämpfe und sogar Metallstäube, heißt es weiter.

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