Suchen

Dr. Heinrich Schneider Messtechnik 3D-Werkzeugmessmaschine erfasst komplette Schneidengeometrie

| Redakteur: Udo Schnell

Zwei Kameras und ein scannender Taster — dies sind die Besonderheiten der neuen Messmaschine WZM 600 zur 3D-Werkzeugmessung, die Schneider Messtechnik auf der Metav 2010 präsentiert. Uwe J. Keller, Marketingleiter von Schneider Messtechnik, erläutert: „Die WZM wurde speziell für die Werkzeugmessung entwickelt und konzipiert.“

Firmen zum Thema

Die Werkzeugmessmaschine WZM 600 verfügt über eine voll integrierte CNC-Drehachse sowie zwei getrennte Kamerasysteme. Bild: Schneider
Die Werkzeugmessmaschine WZM 600 verfügt über eine voll integrierte CNC-Drehachse sowie zwei getrennte Kamerasysteme. Bild: Schneider
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Werkzeugmessmaschine verfügt über eine voll integrierte CNC-Drehachse sowie zwei getrennte Kamerasysteme: eine radial ausgerichtete CCD-Matrix-Kamera für Auf- und Durchlichtmessung und eine axial ausgerichtete CCD-Matrix-Kamera. „Somit kann neben der Erfassung der äußeren Fräserkontur auch von oben die Schneidgeometrie präzise definiert werden. Optional kann das Messsystem zudem mit dem scannenden Tastsystem SP25 ausgerüstet und dadurch zu einer vollwertigen 3D-Werkzeugmessmaschine werden“, wie Keller berichtet.

Messung von Fräsern meist auf Messgeräten mit Drehachse

Die Messung von Fräsern wird, so Schneider weiter, üblicherweise auf Geräten mit Drehachse durchgeführt. Mit Hilfe der Drehachse und der Optik sei es möglich, beispielsweise Planlauf, Rundlauf, Durchmesser, Schneidengeometrie und resultierende Schnittkontur zu messen.

Gerade beim Ermitteln der Schnittkontur kommt die sogenannte Flugkreiskurve in der Mess- und Auswertesoftware Saphir zum Einsatz. Die Flugkreis-Funktion erfasst die resultierende Schnittkontur des Werkzeugs.

Messsystem ermittelt tatsächliche Schnittkontur

Wenn in Saphir eine Stelle am Fräser mit einem Messfenster definiert wurde, wird der Fräser mit der CNC-Drehachse vor der Kamera gedreht und innerhalb des Fensters wird die tatsächliche Schnittkontur ermittelt und abgebildet. Der Drehwinkel dieser Funktion ist variabel und somit ist es auch möglich, Einzelschneiden am Werkzeug zu erfassen, heißt es weiter. Mit der resultierenden Schnittkontur kann natürlich auch wieder ein Vergleich mit einem DXF-Zeichnungsfile stattfinden.

Neu hinzugekommen in Saphir ist die Möglichkeit, ein Best-Fit nur in einer Achse zu machen anstatt wie üblich in zwei Achsen. Bei der Messung zum Beispiel eines Kugelfräsers darf nur in der Arbeitsrichtung des Fräsers gefittet werden.

Messung vor allem bei größeren Fräsern vereinfacht

Gerade bei größeren Fräsertypen, wo es eine Vielzahl von Schneiden gibt, ist eine Vereinfachung der Messung anzustreben, betont das Unternehmen. Weil sich bei den verschiedenen Fräsertypen oftmals nur Durchmesser, Höhe, Schneidenanzahl und -teilung ändern, ist grundsätzlich ein parametrisiertes Messprogramm möglich. Mit einem Parameter-Programm muss man lediglich die nötigen Angaben zum Fräser machen — mit diesen Informationen erfolgt eine dynamische Anpassung des Messprogramms.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 335874)