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Messtechnik Additiv gefertigte Bauteile zerstörungsfrei prüfen

| Redakteur: Udo Schnell

Springer und Arnold kooperieren, um ein Prüfgerät für die automatisierte Qualitätskontrolle von rotationssymmetrischen Bauteilen zu entwickeln.

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Die Geschäftsführer der Unternehmen Springer und Arnold, Hauke Springer und Thomas Arnold (re.).
Die Geschäftsführer der Unternehmen Springer und Arnold, Hauke Springer und Thomas Arnold (re.).
(Bild: Springer New Technologies )

Die beiden Unternehmen Springer New Technologies und Arnold Maschinenfabrik kooperieren seit diesem Jahr. Ziel der Zusammenarbeit sei die Entwicklung eines kompakten, automatischen und in die Produktionslinie integrierbaren Prüfgeräts für die Serienherstellung von additiv gefertigten Bauteilen aus Metall.

Wie die Unternehmen weiter mitteilen, werde aufgrund des schnellen Einzugs der Additiven Fertigung in die metallverarbeitende Branche auch dort verstärkt auf Serienproduktion gesetzt. Die Qualität der Bauteile müsse dabei selbstverständlich gesichert werden.

Prüfung auf Defekte beim Auftragsschweißverfahren

Das neue Gerät mit der Bezeichnung „puck_check“ prüfe schnell und umfassend auf Defekte, die im Auftragsschweißverfahren entstehen können. Die Bauteile können dabei zurzeit einen Außendurchmesser bis 200 mm und eine Bauteilhöhe von 70 mm besitzen. Dabei könne das Gerät auch rotationssymmetrische Bauteile, die mit dem Laser- oder konventionellen Schweißverfahren hergestellt wurden, prüfen.

Das dabei angewandte Ultraschallprüfverfahren ist eine zerstörungsfreie Prüfmethode. Die Ultraschallstation „puck_check“ nimmt den Angaben zufolge die Anzahl und Größe der vom Auftragsschweißverfahren resultierenden Qualitätsmängel auf und entscheidet, nach vom Anwender vorgegebenen und statistischen Kriterien, auf Tauglichkeit des Prüfteils, beispielsweise Anzahl Fehler, maximale Fehlergröße oder Fehlerfläche.

Erweiterung für die Oberflächenmessung ist geplant

Im Rahmen der Kooperation ist geplant, so die Unternehmen weiter, die Ergebnisse der Ultraschallmessung (Bubbler- oder Tauchtechnik), die für Tiefenmessungen geeignet ist, mit Ergebnissen der Wirbelstrommessung, die für Oberflächenmessungen geeignet ist, in einer Geräteerweiterung zu kombinieren. Mit dem Wirbelstromprüfverfahren könne auch remanente Spannung entdeckt werden, aus der Mikrorisse entstehen könnten. Diese können unter Belastung zu irreversiblem Schaden und Versagen von Komponenten führen.

Die Ultraschallstation kann als Stand-Alone ausgeführt, sowie in ein automatisiertes Anlagenkonzept eingebunden werden.

Die Idee der Bündelung der technischen Kompetenzen entstand im Jahr 2019 bei der Fachmesse Control, und der Prototyp des „puck_check“ ist bereits serienreif, heißt es weiter.

„Die Kunden bekommen mit dem „puck_check“ eine umfassende und kostengünstige Überprüfung auf Defekte für rotationssymmetrische Bauteile“, sagt Thomas Arnold, Geschäftsführer der Karl H. Arnold Maschinenfabrik GmbH & Co.KG. Warum das Prüfgerät den Namen „puck_check“ hat, erklärt Hauke Springer Geschäftsführer der Springer New Technologies GmbH: „Ein Puck ist rund und verdeutlicht die Rotationsbewegung des technischen Prüf-Vorgangs. Somit wird das Gerät namentlich schon mit der Prüfung von rotationssymmetrischen Teilen in Verbindung gebracht.“

Die Arnold Maschinenfabrik entwickelt und vertreibt kundenorientierte, komplexe Lasersysteme, inklusive der erforderlichen Automatisierungskomponenten und Vorrichtungstechnik. Die Springer New Technologies steht für Prüftechnik und Prozessüberwachung und berät zu wettbewerbsfähigen kundengerechten Lösungen bei unterschiedlichsten industriellen Anforderungen im Bereich Ingenieurwesen, Umwelt und Nachhaltigkeit.

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