Precision Micro

Ätzend, aber ist richtig gut!

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Bei der Auswahl des Verfahrens muss überdies die Dicke des zu bearbeitenden Materials beachtet werden. Traditionelle Verfahren sind für die Bearbeitung dünner Materialien weniger gut geeignet. Stanzen und Pressen sind in vielen Fällen untauglich, und Laser- und Wasserschneiden führen zu unverhältnismäßiger Hitzeentwicklung und Materialausriss. Das Fotoätzen kann bei unterschiedlichen Metalldicken eingesetzt werden. Eine Schlüsseleigenschaft ist aber, dass es auch für ultradünne Bleche und sogar nur 10 µm starke Folien geeignet ist.

Von Mikrofiltern über Beschichtungen ...

All diese Faktoren sprechen für das fotochemische Ätzen in der Massenproduktion komplexer und detailreicher Metallteile und -komponenten. An Fallbeispielen für Medizinprodukte wird der Unterschied zwischen traditionellen Metallbearbeitungsverfahren und Ätztechnik noch einmal deutlich. Bei Metalldrahtgeweben für Mikrofilter müssen Öffnungen unterschiedlicher Form in eine einzige Struktur eingearbeitet werden. Das von dem Ätztechnikspezialisten Precision Micro eingesetzte Fotoätzverfahren realisiert dies bei Metalldrahtgeweben mit einer Größe von beispielsweise 1.500 mal 600 mm. Die durch Fotoätzen hergestellten Metalldrahtstrukturen sind einheitlich dick, die Öffnungsformen und -größen sind scharf definiert, da sie aus einem einzigen Metallstück hergestellt werden.

Ein von Precision Micro für die Blutfiltration hergestellter Mikrofilter aus Edelstahl ist 50 µm dick. Bei einem Durchmesser von 78 mm hat er über 130.000 Öffnungen mit Durchmessern von jeweils 100 µm. Mit dem Ätzverfahren konnten im Gegensatz zum zuvor genutzten Laserverfahren alle 130.000 Löcher gleichzeitig und in einem Bruchteil der Zeit grat- und spannungsfrei geätzt werden.

Dielektrische Beschichtung in Herzschrittmachern

Der Fall eines aktiven elektronischen Medizinprodukts zeigt, dass mit der Ätztechnik neben einem komplexen Design auch besondere Anforderungen an die Beschichtung umgesetzt werden können: Precision Micro hat ein dielektrisches Beschichtungsverfahren für die Innenseite von implantierbaren Abschirmgehäusen für Herzschrittmacher entwickelt. Dort besteht die Gefahr von Störlichtbögen zwischen dem Schaltkreis und dem geerdeten Gehäuse als Folge von Spannungsspitzen oder Überspannung durch externe Stimuli.

Die isolierende Beschichtung von Precision Micro wird selektiv und gleichmäßig auf die Innenoberflächen des Abschirmungsgehäuses aufgebracht. Sie ist kraterfrei, wirkt sich nicht nachteilig auf die Abschirmungswirkung des fertigen Gehäuses aus und haftet am Substratmetall.

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