Oberflächentechnik Aluminierung ermöglicht exzellente Oberflächeneigenschaften
Galvanisch abgeschiedene Aluminiumschichten bieten hohen Oberflächenschutz auf Funktionsteilen. Kennzeichnend für galvanisch abgeschiedene Schichten aus Aluminium und Aluminiumlegierungen sind...
Anbieter zum Thema
Kennzeichnend für galvanisch abgeschiedene Schichten aus Aluminium und Aluminiumlegierungen sind hochwertige chemisch-physikalische und technische Eigenschaften. Testreihen mit Aluminiumbeschichtungen bestätigen die hervorragende Qualität der neuen Oberflächentechnik. In der Automobilindustrie bereits erfolgreich eingesetzt, entstehen für diese Oberflächenschutzschichten zunehmend neue Anwendungsfelder.Bereits in den 70er- und 80er-Jahren wurde das 1956 vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim patentierte Verfahren zur Abscheidung von Aluminium-Korrosionsschutzschichten auf Stahlbauteilen erfolgreich angewandt. Seit 1997 konzentriert sich ein Team erfahrener Fachleute darauf, Themen wie Qualitätssicherheit, Zuverlässigkeit, Reproduzierbarkeit und Verfahrenssicherheit zu markfähigen Kosten einer Lösung zuzuführen. Mit der Aluminal Oberflächentechnik GmbH & Co. KG wurde nun das Verfahren der Aluminierung technisch weiterentwickelt und die hohen Anforderungen an eine sichere und wirtschaftliche Fertigung in einem wissenschaftlichen-technischen Gemeinschaftswerk gelöst.Bestätigung der Resultate durch UntersuchungenAußer der Bestätigung der hervorragenden Eigenschaften im Bereich Kontaktkorrosion, Diffusions- und Hochtemperaturverhalten zeigen kritisch durchgeführte Untersuchungen namhafter Partner, wie dem Max-Planck-Institut, der Forschungsorganisation TNO (Niederlande), Audi AG, dem Steinbeis-Transfer-Zentrum, der VW AG und dem Sachsenring, dass reine Aluminiumschichten jedoch auch Anwendungsgrenzen haben. So erwiesen sich Anwendungen im Verbau mit Beton (wässrige Aufschlämmung von Betonstaub: pH etwa 13,2), aber auch in Verbindung mit Magnesium (Mg-Korrosionsprodukte: pH etwa 11,5) aufgrund der hohen alkalischen Bedingungen als nicht möglich. Hierzu wurde zusammen mit dem Max-Planck-Institut und der Audi AG, Ingolstadt, recht schnell eine Lösung – die Abscheidung von Schichten aus Aluminium-Magnesium-Legierungen – gefunden. Somit werden die hervorragen-den Eigenschaften des Aluminiums durch die Eigenschaften einer Aluminium-Magnesium-Kombination ergänzt. Nur die niedrigere Duktilität der Aluminium-Magnesium-Beschichtung grenzt die Anwendbarkeit bei Verformungsprozessen ein. Dagegen erweist sich die höhere Mikrohärte der Schicht bei Schraubverbindungen als vorteilhaft. Der umfassende Anwendungsbereich dieser Schichten wird durch entsprechende Normen unterstützt.Das Beschichten von metallischen Produkten oder elektrisch leitfähig vorbeschichteten Kunststoffen mit Aluminium oder einer Aluminium-Magnesium-Kombination als Trommel- oder Gestellware eröffnet neue Horizonte in der Oberflächentechnik. Die hohe Temperaturbeständigkeit und extrem gute Umformbarkeit von Rein-Aluminiumschichten tragen zudem zur Lösung noch bestehender Applikationsprobleme bei. Dem Einsatz von hochwertigen Schichtwerkstoffen steht keine Wasserstoffversprödungsproblematik mehr entgegen. Neue Fertigungstechniken wie das Biegen oder Verformen von beschichteter Ware wird ermöglicht. Alles in allem zeigen sich außergewöhnliche Wege in einem zum Teil festgefahrenen Markt der Oberflächentechnik.