gesponsertRoboterprogrammierung Zero-Shot-Transfer am Shopfloor: Neue Wege in der Roboterprogrammierung

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Roboter schneller für neue Aufgaben einsetzen – ohne monatelanges Training: Zero-Shot-Transfer verändert die Programmierung am Shopfloor grundlegend. Vortrainierte KI-Modelle ermöglichen flexible Automatisierung, selbst bei häufigen Produktwechseln und kleinen Losgrößen. Wie Vision Language Models, Sim-to-Real-Transfer und Cloud-Infrastruktur diesen Wandel in die Praxis bringen, zeigt dieses Advertorial aus der industriellen Fertigung.

(Bild:  Amazon Web Services Germany)
(Bild: Amazon Web Services Germany)

Wer bisher einen Roboter für eine neue Aufgabe am Shopfloor einsetzen wollte, musste viel Zeit einplanen. Das klassische Training durch das sogenannte Reinforcement Learning ist ein langwieriger Prozess, der auf dem Prinzip von Trial & Error beruht. Dabei werden Szenarien so lange durchprobiert, bis das System zuverlässig unterscheiden kann, welche Aktionen zum Ziel führen und welche nicht.

Ändert sich aber ein Produkt oder ein Prozess, beginnt das Training von vorn. Heutige Produktionslinien müssen sich regelmäßig auf neue Varianten und kleinere Chargen einstellen. Kürzere Produktlebenszyklen und wachsender Termindruck lassen wenig Spielraum für monatelange Einrichtungsprozesse.

Flexibles Modell für unterschiedliche Anforderungen

Genau diese Herausforderungen bewältigt Zero-Shot-Transfer. Statt ein Modell von Grund auf für jede neue Aufgabe zu trainieren, kommen hier vortrainierte Modelle zum Einsatz. Sogenannte Vision Language Models bringen dabei bereits ein breites Verständnis von Objekten, Formen und räumlichen Zusammenhängen mit. Am Shopfloor bedeutet das, dass ein Roboter eine neue Aufgabe mit deutlich geringerem Aufwand übernehmen kann als bisher.

Bei einer Qualitätsprüfung etwa reichen in manchen Fällen bereits vereinzelte Referenzbilder, um das System einzurichten. Aufwendiges Training auf Grundlage zahlreicher Datensätze ist nicht mehr notwendig. Darüber hinaus können solche Modelle aufgabenbezogene Anweisungen in natürlicher Sprache verarbeiten. Position, Greifpunkt oder Montageschritt lassen sich beschreiben, ohne jeden Bewegungsablauf manuell kodieren zu müssen. Gerade bei häufigen Produktwechseln reduziert das den Programmieraufwand spürbar.

Sim-to-Real: Die zentrale technische Herausforderung

Der entscheidende Schritt ist der Übergang von der Simulation in die reale Industrieumgebung. Modelle, die im virtuellen Raum zuverlässig funktionieren, scheitern in der Praxis oft an scheinbar kleinen Details. Eine Oberfläche reflektiert möglicherweise anders als erwartet, ein Sauggreifer verliert den Halt wegen abweichender Materialien, oder die Integration in bestehende Industriehardware stellt eigene Anforderungen. Industrieroboter erfordern eine präzise Ansteuerung mit hohen Taktraten, was deutlich andere Anforderungen stellt als eine reine Softwareumgebung.

(Bild: Amazon Web Services Germany)

Der Sim-to-Real-Transfer setzt daher auf mehreren Ebenen an. Grundlage ist eine physikalisch realistische Simulationsumgebung, die Trägheit, Gewicht und Materialeigenschaften berechnet und nicht nur vereinfacht abbildet. Auf dieser Basis lassen sich synthetische Daten in großem Maßstab generieren. Automatisierte Tools erzeugen verschiedenste Griff- und Platzierungsszenarien und liefern Trainingsmaterial, das in der realen Produktion kaum wirtschaftlich zu erheben wäre. Cloud-Infrastruktur spielt dabei eine zentrale Rolle, sowohl für die Rechenleistung beim Training als auch für das regelmäßige Neu-Training, wenn sich Produktionsumgebungen verändern.

Ein Anwendungsfall, der das Potenzial zeigt

Ein anschauliches Beispiel liefert die Intralogistik. In großen Fulfillment-Centern müssen Roboter täglich mit verschiedenen Produkten umgehen. Eine spezifische Programmierung für jeden einzelnen Artikel ist nicht realisierbar. Mit einem Vision Language Model kann der Roboter auf Basis visueller Informationen entscheiden, wie er ein Objekt greift und ablegt, auch bei Artikeln, die das System zuvor nicht kannte.

Dasselbe Prinzip ist auf Montage und Qualitätskontrolle in der Fertigung übertragbar. Bei der Prüfung eines Bauteils muss das System nicht für jede Variante neu trainiert werden. Wenige Referenzbeispiele und eine klare Aufgabenbeschreibung genügen, um das Modell einzurichten. Für Hersteller, die unterschiedliche Produktvarianten auf einer Linie fertigen, bedeutet das kürzere Umrüstzeiten und mehr Flexibilität, ohne dass für jede Änderung ein Programmierer eingreifen muss.

Agile Infrastruktur für die moderne Produktion

Zero-Shot-Transfer und Sim-to-Real haben den Status von Forschungsthemen hinter sich gelassen und werden heute in realen Produktionsumgebungen erprobt. Der Weg dahin erfordert die richtigen Werkzeuge, eine solide Infrastruktur und Partner, die alles zusammenbringen. Unternehmen, die jetzt die Grundlagen legen, schaffen sich den Spielraum, den flexible Fertigung morgen verlangt.

Amazon Web Services unterstützt Unternehmen bei der Modernisierung ihrer Fertigungslinien durch Zero-Shot-Transfer. Mit AWS IoT Greengrass und AWS IoT Core lässt sich die Verbindung zwischen Cloud-Training und Shopfloor-Steuerung herstellen. Für die Entwicklung und Integration der zugrundeliegenden KI-Modelle steht mit Amazon Bedrock eine verwaltete Umgebung bereit, die den Zugriff auf Foundation Models direkt in die Cloud-Infrastruktur einbettet. Amazon Bedrock ermöglicht es, generative KI-Anwendungen direkt in die bestehende Cloud-Infrastruktur einzubetten, ohne eigene Modelle von Grund auf entwickeln zu müssen.  Unternehmen müssen auch keine eigenen GPU-Cluster aufbauen. Cloud-Infrastruktur nach dem Pay-as-you-go-Prinzip macht Training, Test und Skalierung von Modellen wirtschaftlich umsetzbar, auch für Hersteller ohne eigene Forschungsinfrastruktur.

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