Energietechnik

Analyse aller Energieverbräuche zeigt vielfältige Einsparpotenziale

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Abgastauscher und konsequente Isolierung vermeiden Wärmeverluste

Weitere Potenziale zur Wärmerückgewinnung bieten raumlufttechnische (RLT-)Anlagen. Hier wird die mit der Abluft ausgetragene Wärmeenergie teilweise genutzt und der Außen- beziehungsweise Zuluft wieder zugeführt. Der Wärme-, aber auch Kältebedarf bei Lüftungs- und Klimaanlagen verringert sich so erheblich. Zu beachten ist bei solchen Systemen eine erhöhte Leistungsaufnahme der Antriebsventilatoren oder die Notwendigkeit zusätzlicher Antriebe, was die Stromkosten erhöht.

Ein sinnvoller Einsatz hängt von der Anlagengröße und von Laufzeiten und Energiepreisen ab. Für Feuerungsanlagen wie Dampf- oder Heißwassererzeuger, Öfen oder Gasturbinen, die prozessbedingt mit hohen Abgastemperaturen betrieben werden, bietet sich der Einsatz von Abgaswärmetauschern an. Sie nutzen die in den Abgasen enthaltene Wärme zur Vorwärmung von Verbrennungsluft, von Speisewasser oder zur Heizungsunterstützung.

Die nachträgliche Isolierung von Werkshallen, um Heizenergie zu sparen, ist eine kostspielige Angelegenheit. Raschere Abhilfe verspricht die Installation einer Strahlungsheizung an Stelle der bisherigen Warmluftheizung. Dabei werden Wärmestrahlen von den Flächen, auf die sie treffen, absorbiert und in Wärme umgewandelt. Dies bewirkt Einsparungen sowohl beim Strom als auch beim Brennstoff: Wegen des hohen Anteils an Wärmestrahlung kann die Lufttemperatur bis zu 3 °C niedriger gehalten werden.

Strahlungsheizung verhindert Staubaufwirbelungen

Die Umwälzung von Luftmengen entfällt und die Aufheizzeiten sind kürzer. Bei der Firma Schüle-Guss weiß die Belegschaft zu schätzen, dass der bei der Produktion anfallende Staub nicht mehr aufgewirbelt wird. Der Betrieb nutzt Gasinfrarotstrahler, um Mensch und Material gezielt aufzuwärmen (Bild 2). Bei kleineren Leistungen werden Hellstrahler eingesetzt, wird eine größere Feuerleistung (über 20 kW) benötigt, ist der Einsatz von Dunkelstrahlern möglich.

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt die Wärmedämmung von Rohrleitungen und Armaturen vor, entsprechend ihrer Nennweite in unterschiedlicher Stärke. Der Wellpappenhersteller Sausenheim ließ die Tür seines Dampfkessels isolieren, der pro Stunde 8 t Dampf zur Erhitzung der Pappebögen erzeugt (Bild 3).

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