Energietechnik

Analyse aller Energieverbräuche zeigt vielfältige Einsparpotenziale

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Über Frequenzumformer geregelte Kompressoren bringen demgegenüber erhebliche energetische Vorteile: Sie werden mit variabler Drehzahl betrieben und fahren dem tatsächlichen Druckluftbedarf in einer Bandbreite von 30 bis 110% des Nennwertes nach. Der Leerlaufbetrieb wird dadurch weitestgehend vermieden.

Verbundregelung statt Kaskadenschaltung bei Kältenanlagen

Bei Druckluft- oder auch Kälteanlagen, die aus mehreren Kompressoren bestehen, bietet sich der Einsatz einer Verbundregelung gegenüber der herkömmlichen Kaskadenschaltung an. Sie verringert die Leerlaufverluste, da bei Stationen mit unterschiedlichen Kompressorleistungen nur der jeweils geeignete Kompressor zugeschaltet wird. Das mittlere Druckniveau vermindert sich, da alle Kompressoren auf das gleiche Druckband eingestellt werden und die Schaltdifferenz zwischen Ein- und Ausschaltdruck verringert wird.

Der Druck, der durch Leckagen im Verteilnetz verloren geht, muss vom Kompressor wieder erzeugt werden. Durch die Reduzierung dieser Leckagen können somit erhebliche Kosten vermieden werden. Erfahrungsgemäß sind die meisten im Bereich von Kupplungen, flexiblen Schläuchen und nicht genutzten Verbrauchern zu finden. Abhilfe bringt unter anderem eine Schulung des Personals.

Druckluftnetz regelmäßig auf Leckagen kontrollieren

Das Druckluftnetz, vor allem flexible Schläuche und Anschlüsse, sollte regelmäßig auf Leckagen kontrolliert werden. Ein automatisches Schließen der Leitungsventile der Verbraucher durch Einsatz von Magnetventilen oder elektromotorisch angetriebenen Ventilen nach Arbeitsende ist eine weitere wichtige Maßnahme.

Optimale Möglichkeiten zur Reduzierung des Energieverbrauchs durch Wärmerückgewinnung ergeben sich beim Einsatz von Schraubenkompressoren. Bei ölgeschmierten Schraubenverdichtern fallen etwa 100% der effektiven Kompressorleistung als Abwärme an. Während der Heizperiode können 94% davon zur Warmlufterzeugung genutzt werden.

Über Luftkanäle wird die Abwärme in die jeweiligen Räumlichkeiten geleitet, während der Sommermonate ins Freie geblasen. Die Odenwald-Chemie lässt in ihrem Werk Schönau eine Halle durch solche Abwärme heizen und spart jährlich 8700 Euro. 72% der Abwärme (vom Ölkühler) ist außerdem für die Bereitung von Gebrauchswasser nutzbar. Die vom Öl des Verdichters aufgenommene Wärme wird über einen Tauscher auf das Brauchwasser übertragen, das auf bis zu 70 °C erwärmt wird.

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