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Lineartechnnik

Anwendungssicherheit von Profilschienenführungen

| Autor/ Redakteur: Henryk Velde / Stefanie Michel

Bereits Ende der 1990er-Jahre wurden auf Basis einer DIN-Norm Profilschienenführungen standardisiert. Zugleich wurde es immer wichtiger, auch ihre Einsatzgrenzen zu betrachten, was ein weiteres Normungsprojekt erforderte. Das Ergebnis ist für den Anwender jetzt verfügbar.

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Die aktuelle Norm DIN 637 greift sicherheitstechnische Fragestellungen auf, um Anwendern von Profilschienenführungen eine Hilfestellung zu bieten.
Die aktuelle Norm DIN 637 greift sicherheitstechnische Fragestellungen auf, um Anwendern von Profilschienenführungen eine Hilfestellung zu bieten.
(Bild: SKF)

In den letzten Jahrzehnten haben sich wälzgelagerte Profilschienenführungen in großem Maßstab in allen wichtigen industriellen Anwendungsbereichen auf den globalen Märkten durchgesetzt. Dieser Entwicklung folgend sowie Forderungen aus der Industrie von Anwendern und Herstellern entsprechend, startete DIN bereits in den 90er-Jahren das Vorhaben zur Normierung von Profilschienenführungen. Als Ergebnis wurde 1999 die DIN 645-1 und -2 – „Profilschienen-Wälzführungen (Maßtabellen)“ als Deutsche Norm veröffentlicht.

Wegen ihrer grundlegenden Bedeutung gewann sie auch international rasch an Geltung und wurde später als wesentliche Grundlage für die 2011 erschienene ISO 12090-1 und -2 – „Profiled rail guides for linear motion rolling bearings“ genutzt. Mit dem Erscheinen dieser ISO-Norm wurde die DIN 645 später zurückgezogen.

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Profilschienenführung aus Hersteller- und Anwendersicht gesamtheitlich betrachten

Diese von DIN auf nationaler Ebene initiierten und international maßgeblich mitbestimmten Normungsvorhaben haben in bedeutendem Maße dazu beigetragen, die Position der Profilschienenführung als vielfältig verwendbares und hochleistungsfähiges Produkt am Markt weiter zu festigen. Durch ihre Standardisierung können Investitionen seitens der Anwender und Hersteller nachhaltig gesichert sowie Marktzugänge allgemein verbessert werden.

Parallel zu dieser Entwicklung stiegen die Notwendigkeit sowie das Bewusstsein, die Möglichkeiten, aber auch die Einsatzgrenzen von Profilschienenführungen in Bezug auf Sicherheit und Risikobewertung aus Hersteller- und Anwendersicht gesamtheitlich zu betrachten. Dies bewog den Arbeitsausschuss NA 118-01-11 AA „Linearwälzlager einschließlich Teile und Zubehör“, den Sachverhalt in einem weiteren Normungsprojekt zu behandeln. In diesem Ausschuss, organisiert im DIN-Normenausschuss Wälz- und Gleitlager (NAWGL), sind unter anderem alle namhaften Hersteller vertreten, die in Deutschland beziehungsweise Europa Fertigungsniederlassungen für Linearführungen betreiben.

Als Ergebnis dieses kooperativen Zusammenwirkens wurde 2013 die Norm DIN 637 „Wälzlager – Sicherheitstechnische Festlegungen für Dimensionierung und Betrieb von Profilschienenführungen mit Wälzkörperumlauf“ veröffentlicht. Sie stellt dem Anwender das umfassende produktspezifische Anwendungs-Know-how der Hersteller von Profilschienenführungen in harmonisierter, nutzungsgerechter Form zusammen.

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