Radblockiersystem Arbeitssicherheit an der Verladestelle

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Laderampen und Andockstationen sind ein Unfallbrennpunkt. Abstürze an der Rampe können schwere Unfälle bedeuten. Um diesen vorzubeugen und die Gefahren zu reduzieren hat der Tor- und Türhersteller Hörmann das Radblockiersystem MWB entwickelt.

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Das Radblockiersystem MWB von Hörmann verhindert ein Wegrollen des LKW und sorgt dafür, dass dieser während der Be- und Entladung an der Verladestation angedockt bleibt.
Das Radblockiersystem MWB von Hörmann verhindert ein Wegrollen des LKW und sorgt dafür, dass dieser während der Be- und Entladung an der Verladestation angedockt bleibt.
(Bild: Hörmann)

Während des Verladevorgangs befahren Flurförderzeuge in der Regel mehrmals die Verladerampe, die auf der LKW Ladefläche aufliegt. Beim Be- und Entladen, beispielsweise wenn der Gabelstaplerfahrer bremst, kann sich der LKW ein wenig vorwärts und somit von der Andockposition weg bewegen. Auch die angezogenen Bremsen des LKW bieten hier keine ausreichende Sicherheit. Das Radblockiersystem MWB von Hörmann sorgt nach Unternehmensangaben dafür, dass der LKW während des Verladevorgangs die sichere Andockposition nicht verlässt.

Das Radblockiersystem MWB ist für alle gängigen LKW geeignet. Zu den Basiskomponenten gehört eine rund 5 m lange Radführung, auf der ein Wagen mit einem drehbaren Verriegelungsarm an eine beliebige Position gefahren werden kann, wie der Hersteller mitteilt. Nachdem der LKW an die Verladestation angedockt hat, führt der Fahrer mit einem Bedienbügel den Verriegelungsarm zum Hinterrad. Mit einer Drehung um 90° wird dann ein ausklappbarer Stützfuß vor den Reifen und somit in die Arbeitsposition gebracht, sodass der fest verankerte Verriegelungsarm ein Wegrollen des LKW praktisch verhindert. Dies ist nach Unternehmensangaben bei jeder Reifenposition möglich, da das MWB an gewünschter Stelle blockiert. Nach der Verladung wird ein Entriegelungspedal betätigt und der Verriegelungsarm zurückgeführt.

Während des Verladevorgangs ist das Entriegelungspedal blockiert

Auf Wunsch kann das Radblockiersystem um eine elektroni-sche Steuerung erweitert werden. Dann informieren nach Unternehmensangaben eine Kontrollleuchte auf dem MWB-Schlitten und eine Außen-Ampel über den aktuellen Status des Radblockiersystems. Die integrierte Sensorik erkennt die Radposition sowie die Stellung des Verriegelungsarms. Erst wenn die Andockposition gesichert ist, wird das Tor an der Verladestelle zum Öffnen freigegeben, wie es heißt. Während des Verladevorgangs ist das Entriegelungspedal blockiert und wird erst wieder freigegeben, wenn das Tor geschlossen ist. Am Ende der Be- oder Entladung dreht der Fahrer den Verriegelungsarm wieder von der Arbeits- in die Ruhestellung zurück, wodurch sich an der Steuereinheit automatisch die Statusanzeige verändert, heißt es weiter.

Damit an der gleichen Verladestelle auch Wechselbrücken be- und entladen werden können, die keine Radblockierung benötigen, kann das System mit einem Schlüsselschalter überbrückt werden. So öffnet sich das Tor für die Verladung, auch wenn das MWB nicht blockiert, wie es heißt.

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