Hannover Messe 2021 Arburg zeigt Allrounder-Spritzgießmaschine

Redakteur: Melanie Krauß

Arburg präsentiert auf der Hannover Messe seine neue Turnkey-Anlage. Herzstück dabei ist eine „smarte“ Allrounder-Spritzgießmaschine. Die spritzgegossenen Trinkbecher werden inline veredelt, individuell gekennzeichnet und sind rückverfolgbar.

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Die Anlage von Arburg nutzt Assistenzsysteme für Füllsimulation und geregeltes Einspritzen.
Die Anlage von Arburg nutzt Assistenzsysteme für Füllsimulation und geregeltes Einspritzen.
(Bild: © Arburg)

Für eine standardisierte Vernetzung ist die Anlage serienmäßig mit einem IIoT-Gateway ausgestattet. Durch die Anbindung an eine Software, wie dem Arburg Leitrechnersystem oder einem ERP, lassen sich Produktionsdaten in Echtzeit erfassen und analysieren. Dadurch lässt sich laut Hersteller die Produktionseffizienz deutlich steigern. Das Scada-System Arburg Turnkey Control Module (ATCM) visualisiert alle relevanten Prozess- und Qualitätsdaten von Spritzgießmaschine, Automation und Peripherie – in diesem Fall der Digitaldrucker – und führt sie teilespezifisch zusammen. So soll jeder einzelne Becher zu 100 Prozent rückverfolgt werden können.

Ein neues Robot-System Multilift V 20 entnimmt den Trinkbecher aus dem Spritzgießwerkzeug und führt ihn zunächst einer Plasmabehandlung und danach einer Digitaldruck-Station zu. Somit ist die Produktveredelung direkt in die Fertigungszelle integriert. Der Becher kann mit verschiedenen Bildmotiven bedruckt werden. Zusätzlich werden zwei DM-Codes ergänzt - auf dem einen sind die Prozessdaten für die Rückverfolgbarkeit hinterlegt und auf dem anderen die Materialinformationen für das Recycling.

Seine Aktivitäten zu Circular Economy und Ressourcenschonung fasst Arburg seit 2019 im Programm arburggreenworld zusammen. Als exklusiver Maschinenbau-Partner des Projekts R-Cycle wird mit dem Praxisbeispiel Trinkbecher auch demonstriert, wie sich nach der Nutzungsphase aus dem Kunststoffabfall hochwertiges Rezyklat rückgewinnen und der Wertstoffkreislauf schließen lässt.

Die „smarte“ Maschine überwacht und regelt Arburg zufolge adaptiv ihre Prozesse und unterstützt die Bediener in jeder Situation aktiv. Dabei nimmt die Steuerung eine Schlüsselrolle hinsichtlich Prozesskontrolle, Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit ein. Das Exponat ist zum Beispiel mit dem „aXw Control FillAssist“ ausgestattet, der Füllsimulationen direkt auf dem Steuerungsbildschirm ermöglicht. Drei weitere Regelsysteme, der „aXw ScrewPilot“, „PressurePilot“ und „ReferencePilot“, sorgen für ein adaptiv geregeltes Einspritzen.

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