Ressourcenschonung Automation schafft Nachhaltigkeit

Autor / Redakteur: Ulrich W. Schamari / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Wie man am besten Ressourcen schont und welche Möglichkeiten es gibt, energieeffizient zu produzieren, wurde auf dem VDMA-Infotag „Automation schafft Nachhaltigkeit“ gezeigt. Ein Beispiel aus der Industrie belegt, dass beispielsweise durch automatisierte Lichtsteuerung der Verbrauch um 14 % sinkt.

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Durch Automatisierung lässt sich in der Industrie nicht nur Arbeitskraft einsparen. Automatisierung ist oft eine Voraussetzung, um energieeffizient und ressourcenschonend zu haushalten.
Durch Automatisierung lässt sich in der Industrie nicht nur Arbeitskraft einsparen. Automatisierung ist oft eine Voraussetzung, um energieeffizient und ressourcenschonend zu haushalten.
(Bild: Phoenix Contact)

Nachhaltigkeit ist ein sehr inflationärer Begriff. Was ist das denn eigentlich?“, fragte Frank Knafla von der Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont, auf dem VDMA-Infotag zum Thema „Automation schafft Nachhaltigkeit“ in Frankfurt. Für ihn ist es der Anspruch, mit den Ressourcen so umzugehen, dass die nachfolgende Generation noch die gleiche Ressourcenmenge hat.

Demgemäß werde der Ressourcenschonung in seinem Unternehmen großes Gewicht gegeben. Man agiere verantwortungsbewusst und versuche, in der eigenen Fertigung die Aspekte der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Als vorteilhaft erweise sich bei der Fabrik von Phoenix Contact in Blomberg, dass keine strikte Trennung zwischen der Produktion (dem Anlagenbetrieb) und der Prozessinfrastruktur (der Halleninfrastruktur) bestehe.

Produktion und Facility Management müssen zusammenfinden

Produktion und Facility Management haben aufgrund dieser Organisationsform die Chance, sich zusammenzufinden. Es werden nicht einfach nur Maschinen in vorhandene Werkshallen gestellt und betrieben, ohne die Hallen optimal zu nutzen. „Vielmehr führt man die ganzen Gewerke und Einheiten unter dem Aspekt der nachhaltigen Fabrik zusammen“, berichtet Knafla.

Auf diese Weise werde der Ressourceneinsatz minimiert. In jedem der involvierten Fachbereiche gebe es Bestrebungen zur interdisziplinären Zusammenarbeit. Ein integrales Denken setze sich also mit dem Ziel durch, den Standort so energieeffizient wie möglich zu betreiben – und zwar unter den Aspekten Vollautomation, Prozessinfrastruktur, Produktion sowie Logistik und Einkauf.

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