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CNC-Technik

Automatisiertes beladen gegen hohe Geschwindigkeit

| Autor: Simone Käfer

Niedrige Stückkosten, stabile Prozesse, hohe Bauteilqualität, dazu ein abgerundetes Preis-Leistungs-Verhältnis – das waren die Anforderungen an eine neue Drehmaschine. Mit dieser hat die Schweizer Schneto AG ihren Maschinenpark erweitert.

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(Bild: Bild: Schneto)

Teile für den Möbelbau, für Hydraulik und Pneumatik, Elektrotechnik, Automobile und Bautechnik sind das Geschäftsfeld der schweizerischen Schneto AG. Das Unternehmen kennt sich mit der Bearbeitung von Drehteilen bis zu einem Durchmesser von 65 mm und somit auch mit Drehmaschinen aus. Beispielsweise werden auch anspruchsvolle Weiterverabeitungen wie Hartdrehen, Feindrehen, Honen und Schleifen ausgeführt. Als der Maschinenpark um eine Drehmaschine erweitert werden sollte, ging das Unternehmen auf die Suche.

Superschnelle Drehmaschine

Auswahl gibt es reichlich, zum Beispiel die UMC-75SS von Haas. Sie ist die Super-Speed-Ausführung des vertikalen Fünf-Achs-Bearbeitungszentrums UMC-750. Die Maschine besitzt einen integrierten High-Speed-Zwei-Achs-Dreh-/Schwenktisch, eine SK40-­Spindel mit 15.000 min-1 und Inline-Direktantrieb, einen Vektorantrieb mit 22,4 kW, einen seitlich angeordneten High-Speed-Werkzeugwechsler mit 40 + 1 Magazinplätzen sowie Eilgänge von 30,5 m/min. Kunden, die sich bisher kein hochgenaues Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum leisten konnten, haben jetzt die Möglichkeit, in eine Universalmaschine mit einer praktischen und zuverlässigen Leistung sowie kompakten Abmessungen zu investieren.

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Zyklusgesteuerte Präzision

Auch hätte Schneto an der zyklengesteuerten Präzisionsdrehmaschine E70 x 3000 von Weiler interessiert sein können. Ihr Umlaufdurchmesser über Bett beträgt 720 mm, der Drehzahlbereich reicht von 1 bis 1800 min-1. Eine Antriebsleistung von 37 kW und ein Spindelstock mit einer Bohrung bis 216 mm sollen für eine kraftvolle Zerspanungsleistung sorgen, mit der sich Werkstücke schnell bearbeiten lassen.

Zudem ist sie mit der SL2-Steuerung des Herstellers ausgestattet, mit der sich auch komplexe Werkstücke wirtschaftlich und in hoher Genauigkeit drehen lassen. Zu den Verbesserungen für ein komfortables Arbeiten gehören ein leistungsfähigerer Rechner, eine komfortablere Datenverwaltung, umfangreichere Abspan- und Einstechzyklen und ein vereinfachter Gewindezyklus. Weiler verspricht auch eine leicht bedienbare und nahezu intuitive Benutzeroberfläche mit einem übersichtlichen 15“-Bildschirm.

Fertigung in Großserie

Doch Schneto entschied sich für die vertikale Drehmaschine VL 2 von Emag. Die modulare Maschine ist laut Hersteller kompakt und besitzt eine integrierte Pick-up-Automation. Damit be- und entlädt sich die Arbeitsspindel selbstständig vom integrierten Teilespeicher. Dies bringt zwei entscheidende Vorteile: Zum einen werden die Nebenzeiten auf ein absolutes Minimum reduziert, da die Ladeposition direkt neben dem Arbeitsraum angebracht ist. Zum anderen lassen sich beliebige Automationslösungen für die Versorgung der Maschine mit Rohteilen integrieren. Dazu hat man sich bei Schneto für das Robotersystem Robax von Handling-Tech entschieden. Das System kann mit Paletten arbeiten, was für eine hohe Auslastung der Drehmaschine sorgt.

Für die Qualität der bei Schneto gefertigten Teile garantiert die hauseigene Messstation. Die hier angelegten hohen Maßstäbe will die VL 2 unter anderem mit ihrem Maschinengrundkörper aus dem Polymerbeton Mineralit einhalten. Denn dieser sorgt für Stabilität und Dämpfung, wovon die Bearbeitungsqualität direkt profitiert. Für die Bearbeitung selbst kommt ein 12-fach-Werkzeugrevolver zum Einsatz, der sich durch sehr kurze Schwenkzeiten auszeichnet. Für Bohr- oder Fräsoperationen können auch angetriebene Werkzeuge eingesetzt werden. MM

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Über den Autor

Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung, Werkstoffe und Materialfluss, Vogel Communications Group