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Für das Mehr an Dynamik und die höhere Systemgenauigkeit sorgt der Servo-Dual-Drive des Walzenvorschubs mit der Bezeichnung Schuler Power Feed. Mit hoher Systemgenauigkeit und einer optimal ausgelegten Walzenbeschichtung überträgt er hohe Beschleunigungen auf das Material.
Die Platinenschneidanlage unterstützt schnelle Servopressen
Im weiteren Produktionsablauf spielen die eingesetzten Monoblock-Servopressen mit ihren Presskräften von 630 beziehungsweise 800 t während des eigentlichen Schnittprozesses durch die ausschließlich bei diesen Pressen mögliche Programmierung der Bewegungskurve des Stößels ihre ganze Stärke aus. Für die Platinenschneidanlage bedeutet das fast immer, dass der eigentliche Schnitt sich extrem schnell vollzieht, die Bewegung des Stößels während des Materialtransports ist dann, wenn notwendig, verlangsamt.
Die exakte Steuerung der Servopressen ist gerade für die Platinenschneidanlagen ein besonders großer Vorteil. Denn die Schnittgeschwindigkeit wird beispielsweise an die jeweilige Festigkeit des Materials oder die Qualität der eingesetzten Werkzeuge angepasst.
Man könnte auch anders sagen: Die Presse ist mit Blick auf die Ausbringung immer so schnell wie möglich, aber nie zu schnell für die gewünschte Bauteilequalität. Die Servopressen können mit verschiedenen Bewegungskurven wie Exzenterpressen oder wie Link-Motion-Pressen betrieben werden, was ihre große Flexibilität erklärt.
Neue Stapeltechnik sorgt für unterschiedliche Abläufe
Am Ende des Produktionsprozesses wartet Schuler Automation dann mit einer weiteren Neuerung auf. Auch hier ist Flexibilität alles, denn der eingesetzte Stop-2-Drop-Stapler macht verschiedene Abläufe möglich.
Kleine Platinen, die mit hohem Systemtempo produziert werden sollen, können im kontinuierlichen Betrieb gestapelt werden. Sie stoßen am Ende der Platinenschneidanlage gegen gedämpfte Anschläge und fallen direkt in ein Stapelnest.
Für größere Platinen und Platinen mit empfindlichen Kanten und Oberflächen ist das Verfahren jedoch nicht geeignet. Das Anstoßen kann ihre Kanten beschädigen. In diesem Fall wird der Stapler auf das namensgebende Stop-2-Drop-Verfahren umgeschaltet.
Schonendes Platinen-Stapelverfahren auch im kontinuierlichen Betrieb
Die Platine stößt jetzt nicht mehr gegen den Anschlag, sondern wird durch das Staplersystem zunächst kurz angehalten. Die perfekte Synchronisation des Verfahrens mit der Bewegungskurve der Servopressen macht trotzdem hohe Ausbringungsleistungen möglich.
Neu ist, dass der kontinuierliche Betrieb um das Stop-2-Drop-Verfahren ergänzt wurde. Anwender dieser Anlage müssen sich daher im Vorfeld nicht mehr für eines der beiden Stapelverfahren entscheiden.
Wie sind jedoch die Chancen für diese neue Hightechlösung im Bereich der Platinenschneidanlagen zu sehen? Automobilhersteller wie Zulieferer signalisieren nach ersten Erfahrungen gleichermaßen, dass diese Technik als zukunftsweisend wahrgenommen wird, und Schuler hat damit gute Karten.
Denn die durchkonzipierten Anlagen sind recht flexibel im Einsatz, die Servotechnik sorgt sowieso für eine hohe Ausbringungsleistung und gleichzeitig für die benötigte Bauteilqualität. Tatsächlich verdeutlichen erste Aufträge in unterschiedlichen Märkten und Branchen die breiten Einsatzmöglichkeiten der neuen Platinenschneidanlagen.
* Robin Reid ist Mitarbeiter der Schuler Automation GmbH & Co. KG in 75050 Gemmingen
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