CAD/CAM-Software

Automatisierung trifft Software

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Schnelle Bearbeitung mit Hochschubfräsern verringert Fertigungszeiten

Die Vollschnittbehandlung der Version 4.0 vermeidet die Vollumschlingung des Werkzeugs: Abhängig vom maximalen Eingriff passt die Software das Bahnlayout in Vollschnittsituationen automatisch an die Geometrie an. Sowohl beim 3+2-achsigen Schruppen als auch beim 2,5D-Fräsen werden auf Wunsch trochoide Zyklen eingefügt, um den Vollschnitt zu vermeiden. Damit steigt der Automatisierungsgrad bei der NC-Bearbeitung weiter. Durch die schnelle und sichere Bearbeitung mit Hochschubfräsern verringern sich die Fertigungszeiten erheblich, gleichzeitig reduziert sich das Risiko von Werkzeugbruch und Maschinenstillstand.

Um die Oberflächenqualität weiter zu optimieren, bietet das Update neue Strategien mit verbesserter 3D-Zustellung an: kurvensynchron für beliebige und Z-variabel für steile Bauteilbereiche. Beide Varianten beruhen auf der Vorgabe von Leitkurven, mit denen sich Bahnlayouts optimal gestalten lassen. Über eine weitere Funktion kann der Anwender Leitkurven selbst gestalten. Dabei hat er die Möglichkeit, alle benötigten Parameter zu Werkzeug und Elementen aus den zugehörigen NC-Berechnungen abzugreifen.

Software berechnet Laufzeit der NC-Programme anhand virtueller Maschinen

Damit Bearbeitungszentren unterbrechungsfrei arbeiten können, bietet Tebis virtuelle Maschinen an. Diese werden um Parameter für die Laufzeitberechnung erweitert. Die Software ermittelt anhand der maximalen Geschwindigkeit und Beschleunigung je Achse die Laufzeit der NC-Programme. Sie berücksichtigt dabei auch die maximale Verarbeitungsgeschwindigkeit der Steuerung, die Maschinenmakros sowie die Anzahl der NC-Blöcke, die die Steuerung im Voraus berechnet. Durch die transparente Darstellung der gesamten Bearbeitungszeit können Unternehmen ihre Maschinen besser auslasten.

Mit Blick auf die speziellen Anforderungen im Design- und Konstruktionsprozess hat der Softwarehersteller die neue Version zudem für Reverse Engineering weiter ausgebaut. Die Zeit, die für die Rückführung von Flächen in Konstruktions- wie auch in Designqualität aufgewendet werden muss, lässt sich somit halbieren. Damit ist es möglich, ein digitales Fahrzeugmodell im Maßstab 1:1 in 50 Stunden in ein Design-Flächenmodell zu überführen, in Konstruktionsqualität in nur noch 25 Stunden. Dem Bediener steht es dabei offen, ob er auf dem Referenzobjekt Flächen rückführen oder frei im Raum konstruieren möchte. MM

* Michael Klocke ist Marketingleiter bei der Tebis AG in 82152 Martinsried

(ID:43522834)