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Wickeltechnik und Pultrusion bei runden basaltverstärkten Halbzeugen im Fokus
Dabei spielt die Wickeltechnik eine wichtige Rolle. Bei der Rohrherstellung kann sie ihre Vorteile ausspielen: hohe Flexibilität, genaue Faserausrichtung und hohe Maßgenauigkeit. Eine weitere geeignete Fertigungstechnik ist die Pultrusion, die bei CG TEC beispielsweise bei Wellen, Naben und basaltfaserverstärkten Kunststoffkabelmäntel für Inspektionskameras zur Anwendung kommt. Im Pultrusionsprozess werden Rovings aus einem Gatter durch ein Harzbad geführt und mit dem Matrixmaterial imprägniert. Über verschiedene Trocknungs- und Aushärtestufen werden Profile erzeugt, meist mit rundem Querschnitt.
Weitere potenzielle Anwendungen werden in der Betonarmierung gesehen. Dafür hat CG Tec unter dem Namen Rebar Basaltfaserstäbe am Markt eingeführt. Sie werden auch auf der Branchemesse JEC Europe 2013, die vom 12. Bis 14. März in Paris stattfindet präsentiert. Bei externen Fixateuren für die Medizintechnik wird ebenfalls ein hohes Potenzial gesehen.
Erste Kundenanfrage betraf den Bereich Seekabelbewehrung
Kritische Parameter für Basaltverarbeitung liegen dabei in der Materialanalytik und der Prozessführung. Eine wesentliche Gebrauchseigenschaft ist die gute Korrosionsbeständigkeit. So betraf die erste Kundenanfrage, die an CG TEC gerichtet wurde, den Bereich der Seekabelbewehrung. Das war vor etwa fünf Jahren. „Für diesen Einsatzbereich sind Basaltfasern zudem gut geeignet, weil sie enge Biegeradien ermöglichen, hohe Zugfestigkeiten besitzen und einen vernünftigen Preis haben“, sagte CG-TEC-Entwicklungsleiter Patrick Linsenbühler.
Die basaltfaserverstärkten Stäbe werden bei CG TEC im Pultrusionsprozess hergestellt. Sie lassen sich zu Bewehrungsstrukturen weiterverarbeiten. Bei Betonmasten kann dies aus zweierlei Gründen zur Gewichtseinsparung führen: Zum einen wird Beton eingespart, weil aufgrund der Korrosionsbeständigkeit der Basaltfasern der Mantel um die Stäbe dünner ausfallen kann. Zum anderen haben Basaltfaserstäbe eine höhere Zugfestigkeit als Bewehrungsstahl. Dadurch wird weniger Verstärkungsmaterial verbraucht.
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